Leipzig/Berlin, 12.01.2015/cw – Während sich alle Welt unter dem demonstrativen Ruf „Je suis CHARLIE“ vereint und sogar Arabische Zeitungen kritische Karikaturen zum Thema veröffentlichen, ging die „Stadt der Friedlichen Revolution“, als die sich Leipzig gerne selbst bezeichnet und bezeichnen lässt, zunächst andere Wege. So war in einer Veröffentlichung vom Sonntag auf der Internet-Plattform „Die Achse des Guten“ http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/print/0036825 zu lesen, das Ordnungsamt der Stadt hätte den Anmeldern einer Demonstration für den heutigen Montag die Auflage erteilt, nach der „Das Zeigen sogenannter Mohammed-Karikaturen sowie anderer den Islam oder andere Religionen beschimpfenden und böswillig verunglimpfenden Plakate, Transparente, Banner oder andere Kundgebungsmittel untersagt“ wird. Und: „Für diese Auflage wird die sofortige Vollziehung angeordnet“.

OB Burkhard Jung hob Verfügung auf

Nach zahlreichen Interventionen zog Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung offenbar die politische Notbremse und hob am heutigen Vormittag die missverständliche Auflage des Ordnungsamtes wieder auf.  Dies ergab eine Anfrage der Redaktion beim Amt für Kommunikation in der Revolutionsstadt. „Die Meinungsfreiheit ist ein sehr hohes Gut und vor dem Hintergrund der Anschläge von Paris kann sie nicht hoch genug eingeordnet werden„, stellte Jung in seiner Aufhebungsverfügung fest. Die Auflage sei „an dieser Stelle“ zu weit gegangen, heißt es jetzt in einer Mitteilung der Stadt, die heute veröffentlicht wurde und damit der Stadt wohl eine handfeste Blamage erspart hat. (923)
http://www.leipzig.de/news/news/demonstration-auflage-aufgehoben-kein-verbot-von-mohamed-karikaturen-waehrend-der-legida-demonstrati/

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