Berlin, 14.09.2014/cw – Die in Berlin ansässige Vereinigung 17. Juni 1953 hat dazu aufgerufen, das „öffentliche Bekenntnis gegen jede Form von Antisemitismus“ aktiv durch eine Teilnahme an der heutigen Demonstration vor dem Brandenburger Tor (15:00 Uhr) zu unterstützen. Der notwendige Eintritt gegen jede neuerliche Form von Hass gegen die Juden sei „eine Notwendigkeit und ein Bestandteil des Rechtsverständnisses der Bundesrepublik,“ heißt es in der Erklärung.

Allerdings müsse den „geistigen Brandstiftern, die sich oft hinter biederen Masken versteckten, eine ebenso große Aufmerksamkeit gewidmet werden, wie den offen vorgetragenen Hassparolen bekennender Antisemiten.“ So muß die Frage erlaubt sein, warum ein auf Landesebene führendes CDU-Mitglied unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit die Juden (und andere) als „Knechte Satans“ diffamieren könne, ohne dass sich die CDU von dieser Äußerung oder ihrem Mitglied unmissverständlich distanziert. „Es sind diese Äußerungen, die den Boden für neuerlichen Hass bereiten und die Lunte an den Brandsatz von Extremisten legen,“ so der Vereinsvorstand.

Abschließend stellt die Vereinigung fest: Solange eine Parteivorsitzende diese Vorgänge in der eigenen Partei ignoriert, solange ein Bundespräsident keine Hindernisse sehe, den Verfasser derartiger Äußerungen weiterhin in seinen Amtssitz einzuladen, solange besteht ein Erklärungsbedarf zwischen der zugesagten Teilnahme an der heutigen Demo in Berlin und der gezeigten Ignoranz gegenüber skandalösen Vorgängen in der engsten Umgebung.(856)

Siehe auch: https://17juni1953.wordpress.com/2013/01/31/danke-rainer/ und:
http://www.tagesschau.de/inland/antisemitismus-104.htm

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785