Berlin, 8.09.2014/cw – Heftige Debatten löste ein Dokumentarfilm im TV-Sender arte aus, der erstmals am 2.September (23:40 Uhr / 53 Min.) ausgestrahlt und am heutigen Montag in der ARD (08:50 Uhr) wiederholt wurde: „Der Spion vom Pariser Platz – Wie die Amerikaner von Hitlers Giftgas erfuhren.“

http://www.arte.tv/guide/de/041426-000/der-spion-vom-pariser-platz

In der Dokumentation des amerikanischen Journalisten Scott Christianson und seines deutschen Kollegen Egmont R. Koch wird in diesem Zusammenhang auch die Rolle des deutschen Wirtschaftsberaters Erwin Respondek und offensichtlichen Spions für die US-Amerikaner beleuchtet.
Nach der Dokumentation führte die SS im KZ Auschwitz im September 1941 ein streng geheimes Experiment durch. Mittels Zyklon B, einem von der IG Farben produziertes Giftgas, einem hochgiftige Blausäure freisetzenden Granulat, wurden mehrere Hundert Kriegsgefangene ermordet. Dieser mörderische Versuch gilt als Beginn der Massenvernichtung der Juden, der Roma und anderer als „Staatsfeinde und Schädlinge“ eingestufter Menschen. Wenige Wochen nach diesem Mord übergab der Repräsentant des deutschen IG-Farben-Konzerns in der Schweiz streng geheime Dokumente über Hitlers Giftgasproduktion an amerikanische Kuriere.

Während arte in seiner Ankündigung der Dokumentation noch die Frage stellt, ob „auf diesem Wege schon früh Informationen über die geplante sogenannte „Endlösung der Judenfrage“ in die USA“ gelangten, steht das für die Internet-plattform tv-Orange bereits fest: „Arte beweist in der Dokumentation “Der Spion aus Paris”, dass durch die Zusammenarbeit der US-Firma Dupont mit IG-Farben die gesamte US-Regierung von Anfang an in die Kenntnis der Massenvernichtung der Juden versetzte.“ Und: „ Die herrschenden Kreis in den USA waren von Anfang an Mitwisser dieser Verbrechen.“

http://tv-orange.de/2014/09/usa-waren-von-anfang-an-im-bilde-ueber-den-massenmord-durch-vergasung-im-nazi-deutschland/

In den USA wurde bereits damals zur Hinrichtung zum Tode verurteilter Delinquenten die hochgiftige Blausäure (Zyklon-B) benutzt, einer Produktion der US-Firma Dupont. Durch deren Zusammenarbeit mit den IG Farben und den Berichten von Agenten der USA war die seinerzeitige Administration in Washington nach Ansicht der Autoren über Hitlers betriebenen Holocaust informiert. Dabei sei den Berichten des Wirtschaftsberaters und US-Informanten Erwin Respondek ein besonderer Wert zugekommen.

Ob durch diese Kenntnisse der Holocaust habe aufgehalten oder gar hätte verhindert werden können, zum Beispiel durch das Mittel der öffentlichen Anklage, lassen die Doku-Autoren offen. Bedrückend erscheint auch im Nachhinein das offensichtliche Zusammenspiel von Dupont und IG Farben in der mörderischen Verwertung des Zyklon B zum Zwecke des akribisch geplanten und durchgeführten Völkermordes.(853)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

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