Berlin, 9.08.2014/cw – In den Kampf um die Erhaltung der Gulag-Gedenkstätte „Perm 36“ kommt Bewegung. Nachdem Tim Bohse, Wissenschaftsmanager und Politikwissenschaftler am Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, zusammen mit der örtlichen Vertretung von „Memorial“ eine dringende Petition an den russischen Präsidenten Putin und den Gouverneur der Region Perm gerichtet hatte, die letzte vorhandene Gedenkstätte an den stalinistischen GULag zu erhalten, hat sich jetzt auch die bekannte Bürgerrechtlerin und Filmautorin Freya Klier der Petition angeschlossen und um dringende Unterstützung gebeten.

Die Redaktion Hoheneck hatte bereits im Hohenecker Boten vom 15. Juli 2014 über die Petition berichtet https://17juni1953.wordpress.com/tag/perm-36/. Am 22.07. berichtete Sven Felix Kellerhoff in DIE WELT ausführlich über die Hintergründe: „Schließen wird die Putin-Fraktion Perm 36 wohl eher nicht. Aber es wird umgewidmet: von der Gedenkstätte für die Opfer des Stalinismus zu einem Ort der nationalrussischen Ideologie,“ so seine Befürchtung – http://www.welt.de/geschichte/article130421686/So-ruiniert-Putin-das-Gedenken-an-den-Gulag.html.

Unter den Vielen haben sich auch die Vereinigung 17. Juni 1953, der Dachverband der Verfolgten und Opfer der zweiten Diktatur, UOKG, die bereits erwähnte Freya Klier,  Kathrin Franke und der bekannte Stadtjugendpfarrer aus Gera, Michael Kleim, der Petition angeschlossen. Alle bitten dringend darum, diese zu unterstützen.

Wer die Petition  unterzeichnen möchte, kann sich an Tim Bohse  unter:
timbohse@gmx.de oder Memorial Deutschland: info@memorial.de, Stichwort: Petition „Perm 36“, wenden. (837)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

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