Berlin, 22.12.2013/cw – Seit heute erinnert wieder ein Kreuz an den Mord vor fünfzig Jahren an der Kreuzberger Thomas-Kirche. Die Vereinigung 17. Juni stellte heute in Anwesenheit von Angehörigen der Kirchengemeinde und Freunden des Vereins ein 2-Meter hohes Holzkreuz an der selben  Stelle auf, wo vor fünfzig Jahren das erste Kreuz errichtet wurde.

Vor fünfzig Jahren tödliche Schüsse hinter der Thomas-Kirche in  Kreuzberg - Foto: LyrAg

Vor fünfzig Jahren tödliche Schüsse hinter der Thomas-Kirche in Kreuzberg – Foto: LyrAg

Der Vorsitzende des Vereins, Carl-Wolfgang Holzapfel, hatte zur Mahnung an den am ersten Weihnachtsfeiertag erfolgten Mord an Paul Schultz am folgenden Tag zusammen mit einem Freund das Kreuz aufgestellt, nachdem er erfolgreich Willy Brandt um Unterstützung gebeten hatte. Heute erinnerte er in bewegenden Worten an das Geschehen vor fünfzig Jahren und an das Leben und die tödliche Flucht von Schultz. Holzapfel sprach die Hoffnung aus, dass „dieses Kreuz zumindest solange stehen bleibt, bis eine Stele oder eine Gedenktafel dauerhaft an Paul Schultz erinnert.“

Die Kirchengemeinde hatte zuvor im Gottesdienst des achtzehnjährigen Paul Schultz gedacht.

Die Vereinigung wird am Todestag von Schultz, dem 25. Dezember um 14:00 Uhr, mit einer Kranzniederlegung am Holzkreuz des Mauer-Opfers gedenken.

Siehe auch:  http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/mauer-opfer-paul-schultz-der-weihnachts-mord-an-der-mauer,7169128,25684000.html

V.i.S.d.P.: Vereinigung 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785