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Teheran/Berlin, 31.08.2013/cw – Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit setzt der Iran seinen blutigen Kampf gegen die eigene Bevölkerung und deren kritische Vertreter fort. Das Mullah-Regime nutzt dabei offenbar die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit für Syrien, um  im Schatten dieses Bürgerkrieges seine Hinrichtungen „geräuschlos“ zu vollstrecken.

Wie jetzt die deutsche Sektion des Nationalen Widerstandsrats des Iran (NWRI) mitteilte, fanden seit der jüngsten  Präsidentenwahl 143 Hinrichtungen statt, das entspricht einer blutigen Quote von nahezu zwei Hinrichtungen pro Tag seit den angeblichen Reformer-Wahlen. Allein am 26. August wurden fünf Gefangene gleichzeitig erhängt, teilt jetzt das Sekretariat des NRWI mit. Danach wurden am 19. und 22. August in sechs vorhergehenden „Kollektivvollstreckungen 26 Gefangene in den Städten Arak, Uruniyeh, Karaj und Maschad hingerichtet.“  Darüber hinaus wurden in den letzten Tagen „ein Gefangener in Isfahan und drei (Gefangene) in Ahwaz erhängt.“

Dem Sonderberichterstatter über die Verletzung der Menschenrechte im Iran, Dr. Achmed Shaheed, wurde dagegen erneut am 27. August durch die gegenwärtige Iranische Regierung eine Einreise mit der Begründung verweigert, er „sei nicht unparteiisch“. Die Berichte des vor zwei Jahren ernannten Sonderbeauftragten werden von Teheran als „Behauptungen ohne Fundierung“ und seine Auskunftsquellen mit „Terroristen und Revolutionsfeinde“ beschrieben.

Die Nichtbeachtung der tagtäglichen Tragödie im Iran, die nach wie vor die blutige Eliminierung von Oppositionellen beinhalte, stellt die berechtigte Empörung über die Menschenrechtsverletzungen in Syrien zumindest ins Zwielicht, erklärte zu den jüngsten Vorgängen  spontan ein Sprecher der Vereinigung 17. Juni in Berlin. Der Menschenrechtsverein unterstützt seit Jahren die Bemühungen  der iranischen Opposition um die Demokratisierung des Iran.

V.i.S.d.P.:Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

 

Von Edith Fiedler

Eingangs darf ich die Wortbedeutung aus vorgestelltem Zitat anführen: Ruinieren (jemanden oder sich selbst) in den Ruin treiben, arm machen (vor allem finanziell oder geschäftlich), zugrunde richten (eine Sache) unbrauchbar machen, vernichten oder zerstören und zersetzen.

Zwanzig Jahre interessierten sich nur Wenige für das erlittene Leid der Frauen in Hoheneck. Auch „Bruder Rainer“ kam dies bisher nicht in den Sinn. Das brachte von oben nichts, keine Empfänge und keine Medaillen. Erst 2011, nach dem die Vorsitzende Inge Naumann mit dem Konzept von Tatjana Sterneberg und Wolfgang Holzapfel, den Altbundespräsidenten und in jenem Jahr amtierenden Bundespräsidenten, Christian Wulff, dazu bewegen konnten, die Stätte, die die Frauen „Hölle Hoheneck“ oder “ ein dunkler Ort“ nennen, zu besuchen und zu erleben, weckte dies verbreitet Begehrlichkeiten, Neid und  – leider –  die Lust zur Zersetzung.

Nicht Marcel Schmidt hat sein  Wort gebrochen

Nicht Marcel Schmidt, der Oberbürgermeister (OB) von Stollberg, hat sein Wort gebrochen, sondern die Damen, die an jener Veranstaltung „Das Frauenzuchthaus gestern – heute – morgen“ im Mai 2013 im Carl-von-Bach-Gymnasium in Stollberg, meist mit hängenden Köpfen im Präsidium saßen.

Edda Sch. und Mechthild G. verschwiegen, dass sie am nächsten Tag (also nach der zitierten Veranstaltung mit Marcel Schmidt) „mit rollenden Tränen“ den „Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen e.V.“  zur Auflösung führen wollten. Die Dritte im Bunde, Constanze H., wollte den Verein gar nicht erst als „e.V.“  sehen, wie jetzt durch Akteneinsicht bekannt wurde.  Mit wem und auf wessen Kosten sollte danach der OB die Gedenkstätte realisieren?

Mit den Bestattern des Frauenkreises oder mit der freien „Fraueninitiative“ im Verein, die den Fortbestand durch einen mühsamen Klageweg vor dem AG Darmstadt erstreiten möchte?

Nun zu der Meldung des angeblichen Rücktritts des Vorsitzenden des 2. Fördervereins „Schloss Hoheneck“ in Stollberg, Dietrich H. Er versprach bei der Veranstaltung des Frauenkreises im Mai 2013 in Stollberg nicht, dass im Zellenhaus auch nur ansatzweise ein mindestens teilweiser Rückbau der Zustände in den Zeiten der SBZ und der DDR beabsichtigt sei. Das Objekt bliebe so, wie es nach dem Umbau zur JVA besenrein vom Land Sachsen verkauft und vom jetzigen Eigentümer für die Besichtigungen mit bunten Hochbetten in den Zellen ausgestattet wurden.

Wie sollen eigentlich in diesen baulich veränderten, geschönten Räumlichkeiten zukünftige Generationen nachvollziehen können, warum die ehemaligen Insassen das Gefängnis „Hölle Hoheneck“ nannten?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Ich verstehe den OB von Stollberg, der zunächst einen Teil der Gebäudekomplexe für das Projekt „Lern- und Erlebniswelt Phänomenia“ für Kinder und Jugendliche verwirklichen möchte, weil dafür bereits Finanzmittel zur Verfügung stehen  und in nächsten Schritten – step for step – (hoffentlich nicht erst durch seinen Nachfolger) die Sanierungsaufgaben für eine Gedenkstätte umsetzen möchte (für die erst noch Finanzierungsmittel akquiriert werden müssen) .

Das werden zwar im negativen Fall die ehemals Inhaftierten der Jahrgänge vor 1940 kaum noch erleben, wie es sich der Vorsitzende des (zweiten) Fördervereins wünschte. Diese vom OB und dem Sonderstadtrat von Stollberg verschobene, aber nicht aufgegebene realistische Zeitschiene für die Errichtung einer  Gedenkstätte in der Burg Hoheneck führte aber wohl nicht zu einem Rücktritt des Vorsitzenden aus „Enttäuschung“.

Bereits bei der Buchlesung der Autorin Ellen Thiemann aus dem Buch, „Die Toten von Hoheneck“ in Stollberg am 04. Mai 2013 gab es Randgespräche mit Mitgliedern des Fördervereins, die  Differenzen mit dem Führungsstil ihres Vorsitzenden durchblicken ließen. Der Beschluss des Sonderstadtrates war offenbar nur ein Anlass für den Rücktritt und nicht der Grund.

Als ehemalige Hoheneckerin hoffe ich, daß die Auflösungserscheinungen im  Frauenkreis den engagierten OB nicht entmutigen. Es bleiben  genügend ehemalige Frauen von Hoheneck, die den Einsatz für eine Gedenkstätte goutieren und mit deren Unterstützung der Stadtrat von Stollberg nach wie vor rechnen kann.

V.i.S.d.P.: Redaktion „Hohenecker Bote“, Edith Fiedler / Berlin, 27.08.2013, Tel.: 030-30207785

Berlin, 27.08.2013/cw – „Bundespräsident Gauck: Seine Ex schreibt ihm  die Reden“ schrieb BILD gestern eher verstohlen, wenn auch immerhin auf Seite 2 der Bundesausgabe des Boulevardblattes. Eher unterkühlt ruft BILD eine alte Liaison in die Erinnerung: Die einstige Beziehung zwischen  dem nunmehrigen Staatsoberhaupt und der bekannten Buchautorin Helga Hirsch. Diese wurde nun  im Februar 2013 von Joachim Gauck als „freie Beraterin“ mit einem Vertrag vom Bundespräsidenten verpflichtet, nachdem sie zuvor, wie BILD anmerkt, „unentgeltlich“ für Gauck seit dessen Amtsantritt gearbeitet hatte.

Antje Sirleschtov  vom Berliner TAGESSPIEGEL setzt sich da in der heutigen Ausgabe schon kritischer mit der Personalie auseinander und fragt gleich am Anfang ihres Artikels: „Was wäre wohl geschehen, wenn Christian Wulff als Bundespräsident seine erste Ehefrau zur offiziellen Kommunikationsberaterin ernannt und aus dem Etat des Präsidialamtes bezahlt hätte?“

Harmloser Beitrag oder Stich ins Wespennest? - BILD vom 26.08.2013, Seite 2

Harmloser Beitrag oder Stich ins Wespennest? – BILD vom 26.08.2013, Seite 2

Möglich, dass BILD in gewohnter Manier durch den Boulevard-Beitrag erst diese kritische Fragen (durch andere) anstoßen wollte. Uns interessieren eher andere Aspekte in diesem Zusammenhang. Dabei registrieren wir zwar, dass auch Helga Hirsch eine konvertierte einstige glühende Kommunistin war, auch wenn sie jetzt im Tagesspiegel mit Bezug auf Gauck zitiert wird: „Wir waren beide antikommunistisch“. Waren oder sind? Egal. Hirsch steht hier ja neben Jürgen  Trittin und anderen in einer Agenda, stellt also keine Ausnahme dar.

Zum Problem könnte die jetzt publizierte Personalie (neben dem Bundespräsidenten) für andere „Personen der Zeitgeschichte“ werden. So eifert der Neustädter pietistische Prediger Rainer Wagner seit vielen Jahren für christliche Moral und Ethik in unserem Land, gegen Homosexuelle ebenso wie gegen buddhistische Geisterbeschwörer, den erfundenen Islam oder gegen sonstige Heiden und Juden, die nach seiner Bibel-Interpretation ebenso „Knechte Satans“ sind.

Der theologische Bruder überzeugte Gauck

Das Problem: Wagner ist nicht nur nebenberuflich Vorsitzender des Dachverbandes UOKG (Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft), sondern auch theologischer „Bruder“ (Wagner) von Joachim Gauck, der Wagner (laut Wagner) jüngst erst attestierte „staatspolitische Entscheidungen“ zu treffen, als er Gauck von einer notwendigen (erneuten und erfolgreichen) Kandidatur „überzeugte“. Der Bundesverdienstkreuzträger vergaß denn auch schnell seine religiösen Überzeugungen, als er im Frühjahr letzten Jahres im UOKG-Blatt „Stacheldraht“ gegen die „Moralisten“ wetterte, die sich an dem verheirateten Gauck rieben, der mit einer Lebensgefährtin in das Schloss Bellevue einziehen wollte.

Nun hat der theologische Bruder auf vertraglicher Grundlage eine weitere, wenn auch ehemalige Lebensgefährtin ins Bellevue geholt, und man kann darüber rätseln, ob der Prediger Wagner darob Bauchschmerzen bekommt („Joachim Gauck nun auch ein Knecht Satans?“) oder der nebenberufliche Vereinspolitiker erneut über die Moralisten in Rage gerät. Letzteres wird wohl eher greifen, denn wenn es um das weltlich anmutende Ansehen  geht, lässt auch der Prediger Wagner mal „Fünfe gerade sein.“

BILD und ein brisantes Wespennest

Denn  im Vorstand der UOKG sitzt eine Frau, über die Gauck-Freundin Helga Hirsch in ihrem 2012 erschienenen Buch „Endlich wieder leben“ (Siedler, München) eine inzwischen  sehr umstrittene, weil weitgehend erfundene Biografie veröffentlicht hat. Der Haken bei der Sache ist weder die (wenn auch denkwürdige) Nibelungentreue des Predigers zu seiner Vorstandkameradin, auch nicht der Umstand, dass kein(e) Autor(in) vor derartigen  Reinfällen geschützt ist. Der Haken ist ein anderer: Helga Hirsch wurde bereits vor Drucklegung des Buches auf „gewisse Widersprüche“ in der gen. Biografie hingewiesen. Weder sie noch der Verlag haben bisher darauf reagiert.

Mit der Nähe oder gar Mitgliedschaft beider Damen zur bzw. in der SPD allein kann  dieses Schweigen wohl weniger begründet werden, obwohl sich das anbieten würde. Eher erscheint hier die Frage nach einer zumindest fragwürdig wirkenden Seilschaft im durch Joachim Gauck zweifellos vorhandenen politischen Raum zu stehen. Jedenfalls könnte sich nun auch erklären, warum ein  Mann, der in unserer Zeit mit seiner religiös begründeten These provoziert, auch Juden seien „Knechte Satans“, der gegen den Bau einer Moschee in seinem Wirkungsort mit gewagten  Thesen wettert oder die Evangelische Kirche Deutschlands u.a. wegen ihrer sündhaften Haltung gegenüber Homosexuellen zur Umkehr aufruft, nach wie vor vom Bundespräsidenten zu „Staatsakten“ (Wagner) eingeladen wird. Die hier erkennbare mögliche Vernetzung zwischen den Beteiligten könnte auch erklären, warum Helga Hirsch die „Genossin“ und Vorstandskameradin Rainer Wagners schont und deren, auch von Helga Hirsch publizierte Lügen ignoriert.

Es scheint, dass BILD mit einem harmlos erscheinenden kleinen  Beitrag am Montag des 26. August auf Seite 2 wieder einmal in ein brisantes Wespennest gestochen hat.

Siehe auch:

http://www.tagesspiegel.de/meinung/portraet-helga-hirsch-journalistin-wir-waren-beide-anti-kommunistisch/8696238.html

V.i.S.d.P.: C.W. Holzapfel, Freier Journalist, Berlin – Tel.: 030-30207785

Potsdam, 25.08.2013/cw – Mangelnde Sensibilität hatte man ihr bereits mehrfach vorgeworfen, mangelnden Mut kann man ihr wohl nicht absprechen. Gemeint ist Ines Reich, wissenschaftliche Leiterin der KGB-Gedenkstätte in der Potsdamer Leistikowstraße.

Anlässlich der Einweihung einer Gedenkplakette für die einstigen  Opfer des sowjetischen Geheimdienstes („Gequält, Gefoltert, Verbannt, Erschossen“), die der im Frühjahr verstorbene Bob Bahra auf eine Initiative von Bodo Platt* entworfen hatte, kam es zu einer kurzen aber heftigen Kontroverse zwischen  den einstigen  Opfern und Ines Reich. Nach dem Eklat um einen „tätlichen Angriff“ auf die Historikerin durch einen ehemaligen  Workutaner (wir berichteten) hatten sich die Beteiligten eine größere Sensibilität im Umgang mit den Diktatur-Opfern erhofft.

Während der Sprecher des Gedenkvereins Dirk Jungnickel an die stalinistischen  Verbrechen erinnerte und Vereinsvorsitzender Richard Buchner den Hitler-Stalin-Pakt als „letzten Schritt in den Abgrund des Zweiten Weltkrieges“ bezeichnete, warnte Ines Reich gegenüber den „Potsdamer Neusten Nachrichten (pnn)“ vor der Gefahr, die Unterschiede der beiden totalitären Regime „zu verzeichnen“. In ihrer Rede anlässlich der kurzen Gedenkfeier hatte Reich den Politikwissenschaftler Claus Leggewie zitiert, der „die Schwierigkeit der europäischen Erinnerungskultur“ darin sehe, das diese „das Singuläre am Zivilisationsbruch der industriell-bürokratischen Vernichtung der europäischen Juden“ herausstelle, „ohne sie damit dogmatisch dem historischen Vergleich zu entziehen und die systematische Ausrottung der ,Klassen- und Volksfeinde’ im sowjetischen Machtbereich herunterzuspielen.“
Allerdings hatte auch Reich nach der Veranstaltung zumindest der PNN (24.08.2013, S.14) gegenüber der Aussage Buchners, nach der es für die Opfer keinen Unterschied mache, „im Namen welcher Diktatur sie umgekommen sind“, zugestimmt.

Die Veranstaltung in der Potsdamer Leistikowstraße war aus Anlass des „23.August“, der nach der „Prager Erklärung“ und einem Beschluss des EU-Parlamentes zum „Europäischen Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus“ erhoben  werden soll, durchgeführt worden. Auch der Brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck hatte die Idee der Gedenkplakette unterstützt. Dirk Jungnickel kritisierte „gewisse Historiker“, die eine „Opferhierarchie“ aufgebaut hätten und merkte an, dass die Opfer, die in der Leistikowstraße einsaßen, in der Mehrzahl „keine glühenden Nazis“, allenfalls junge verführte Idealisten gewesen“ seien, deren Qualen in den Kellern des KGB in keinem Verhältnis zu deren vorgeblichen Vergehen gestanden hätten. Die damaligen Opfer sähen  sich heute einer sogen. Faschismus-Keule ausgesetzt, obwohl sie niemals die Absicht gehabt hätten  oder haben, Opfer beider Systeme gegeneinander auszuspielen, wie das andere täten.

* Wegen  eines bedauerlichen Übertragungsfehlers aktualisiert am 27.08.2013

V.i.S.d.P.: Redaktion „Hohenecker Bote“, Berlin, Tel.: 030-30207785

Stollberg/Hoheneck, 24.08.2013/cw – Irritationen löste der Vorstand des aufgelösten  Frauenkreises der Hoheneckerinnen am gestrigen Freitag aus. In einer von der UOKG (Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft) im Rahmen des Wochenrückblicks für die 34. KW verbreiteten Presserklärung kritisieren Edda Schönherz und Konstanze Helber für den Frauenkreis den Bürgermeister von Stollberg, Marcel Schmidt. Diesem wird von dem im Mai 2013 aufgelösten Verein vorgeworfen, das Gedenken an die Opfer aufgegeben und sich als neuer Eigentümer von Hoheneck lediglich „die Ausgestaltung als Museum und Bildungsstätte“ des einstigen Frauenzuchthauses zum Ziel gesetzt zu haben. Schmidt, so der harsche Vorwurf, habe seine Zusage vom Frühjahr, dass Projekt Gedenkstätte habe „weiterhin für die Stadt eine besondere Priorität bei allen Entscheidungen“, nicht eingehalten.

Diese Mitteilung provozierte offenbar die Presseerklärung des aufgelösten Vereins "Frauenkreis".

Diese Mitteilung provozierte offenbar die Presseerklärung des aufgelösten Vereins „Frauenkreis“.

Als Grundlage für diesen Vorwurf diente offenbar eine Mitteilung des (zweiten ) Fördervereins auf der Internetseite

http://gedenkstaette-hoheneck.com/index.php/aktuelles/31-entscheidung-des-sonderstadtrates

über die Sonderstadtratssitzung, in der eine Sanierung für die geplante Lern- und Erlebniswelt „Phänomenia“ beschlossen und eine Sanierung von Räumen für die Gedenkstätte vorerst zurückgestellt wurde.

Hintergrund der Rückstellung waren wohl die noch ausstehenden Ergebnisse entsprechender Sondierungen und Verhandlungen mit möglichen Geldgebern für die Einrichtung einer Gedenkstätte.

Vorsitzender Dietrich Hamann zurückgetreten

Aus Protest gegen die Haltung des Oberbürgermeisters ist der Vorsitzende des (zweiten) Fördervereins, Dietrich Hamann, von seiner Funktion als Vorsitzender zurückgetreten, teilt seltsamerweise der aufgelöste Frauenkreis und nicht der Förderverein mit. Sollte der Rücktritt durch den Förderverein bestätigt werden, übernimmt der stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführer des vormaligen Eigentümers  der Immobilie, Jens Franz, kommissarisch bis zur Nachwahl die Führung des Vereins.

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MDR Mischa Wolf_NEW______________________________________________________________________________________________

Tatjana Sterneberg, Vorsitzende des (ersten) Fördervereins „Begegnungs- und Gedenkstätte Hoheneck (BuG) e.V.“ bedauert die „Turbulenzen in der wichtigen  Phase einer konstruktiven und endlichen Entscheidungsfindung für das Projekt Hoheneck.“ Jetzt räche sich „die konfus anmutende Doppelgleisigkeit durch einige „Berufene“, die den Besuch des Bundespräsidenten im  Mai 2011 gründlich missverstanden und die konstruktiven Pläne und Entwürfe für eine Gedenkstätte voreilig verworfen hätten, um eine Mitgestaltung durch betroffene einstige Opfer auszuschließen“, sagte Sterneberg. Statt einer erwünschten Zusammenarbeit, in der sogar ein  Zusammenschluss mit dem später gegründeten zweiten Förderverein vor Ort vorgesehen war, hätten sich „einige Quertreiber für eine Torpedierung zukunftsweisender Vorschläge entschieden und damit das Vorhaben erheblich verzögert.“

Von der UOKG verbreitet: Pressemitteilung des aufgelösten Vereins.

Von der UOKG verbreitet:
Pressemitteilung des aufgelösten Vereins.

Beispielloses Engagement von Marcel Schmidt

Kein Verständnis hat Sterneberg für die „merkwürdige und kontraproduktive Pressemitteilung eines Vereinsvorstandes, der erst kürzlich direkt nach seiner Wahl die Auflösung des Vereins des Frauenkreises betrieben, durchgesetzt und die zügige Abwicklung verkündet“ habe. Auch die deutliche Absage an eine wie immer geartete Trägerschaft durch den Frauenkreis und damit die Aufkündigung jeglicher eigener Verantwortlichkeit für die Zukunftsgestaltung verbietet diese Form der jetzt vorgetragenen Kritik. Im  Gegensatz zum jetzigen Frauenkreis-Vorstand, der „im  Übrigen nach wie vor noch nicht durch das Registergericht bestätigt worden sei“ habe sich der Oberbürgermeister von Stollberg  in „beispielloser Weise für eine Gedenkstätte Hoheneck und die Anliegen der einstigen Frauen von Hoheneck über das zu erwartende Maß hinaus engagiert.“ Marcel Schmidt oder den Stadtrat jetzt in dieser Form für Versäumnisse verantwortlich machen  zu wollen, torpediere jeden erhofften Fortschritt und sei in  der vorgetragenen Form eine „große Frechheit und Unverschämtheit, die der OB und sein Stadtrat nicht verdient habe,“ betonte die Vorsitzende des Vereins BuG.

Sterneberg hatte mit ihrem Lebenspartner maßgeblich den Besuch des Bundespräsidenten vermittelt und verantwortlich organisiert. Nach diversen Gesprächen vor Ort hatte der nach dem Präsidentenbesuch gegründete Verein BuG ein umfassendes erstes Konzept für eine multiple Nutzung von Hoheneck vorgelegt, das ausdrücklich auch die bereits früh vorgetragenen Wünsche der Stadt auf eine Teilnutzung für die „Jugendarbeit“ berücksichtigt habe.

V.i.S.d.P.: Förderverein BuG Hoheneck e.V., T.Sterneberg, Tel.: 030-30207778

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