Berlin, 28.06.2013/cw – Das Vorgehen der USA in den bekannt gewordenen Abhörskandalen der Geheimdienste sei vergleichbar mit dem einstigen Vorgehen der (NS-)GESTAPO und der (DDR-)Stasi. Dies erklärte der Vorsitzende der CSU-Europagruppe im EU-Parlament und Bezirksvorsitzende der CSU Schwaben, Markus Ferber (48), laut einem Bericht der Stimme Russland (Radio): „Deutsche setzen NSA-Bespitzelung den Gestapo- und Stasi-Methoden gleich“ vom 26.06.2013.

Die deutliche Sprache des CSU-Politikers ist im Kanon des engen  Schulterschlusses der konservativen Partei aus Bayern mit den USA ungewöhnlich und belegt nach Meinung von Beobachtern den immensen Schaden, den das Vorgehen der Vereinigten  Staaten (und Englands) offensichtlich gegenüber ihren Verbündeten angerichtet hat.

PE vom 28.06.2013

PE vom 28.06.2013

DDR-Verfolgten-Verband kritisiert Schweigen der Opferverbände

Die DDR-Verfolgten–Organisation Vereinigung 17. Juni 1953 kritisierte in einer Stellungnahme das „ausnahmslose Schweigen durch Organisationen, die DDR-Verfolgte und –Opfer vertreten, zu den jüngsten Skandalen um die generelle Abschöpfung privater Daten.“ Es sei nach Meinung der Vereinigung „vornehmste Aufgabe und Pflicht dieser Organisationen, ihre Stimme gegen jeglichen Missbrauch staatlicher Gewalt“ zu erheben. Dies habe die Vereinigung „nicht erst heute und nicht zum  ersten Mal“ angemahnt, sei mit dieser Forderung aber leider „auf taube Ohren“ gestoßen. Gerade „unter Freunden sei aber ein offenes Wort zur rechten Zeit notwendig und angebrachter, als das Verschweigen von Unrecht aus falsch verstandener Kameraderie oder etwaiger Nibelungentreue,“ so die Vereinigung in einer heutigen  Stellungnahme in Berlin. Der Vorstand: „Wer anders als die Menschen mit traumatischen Erfahrungen aus der Diktatur wäre kompetenter, sich unmissverständlich zu diesem Thema zu positionieren?“

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785