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"Hier wurde symbolisch Geschichte beerdigt." Am ersten  Tag des Hunger-Protestes von Rosen zugdeckt. Foto: LyrAg

„Hier wurde symbolisch Geschichte beerdigt.“ Am ersten Tag des Hunger-Protestes 2005 von Rosen zugdeckt: C.W. Holzapfel.
Foto: LyrAg

Berlin, 15.06.2013/cw – „24 Jahre nach der Maueröffnung geht für mich ein Traum  in Erfüllung,“ sagt der fast siebzigjährige Berliner C.W. Holzapfel zur bevorstehenden Platzbenennung vor dem einstigen Haus der Ministerien in der Leipziger-/Ecke Wilhelmstraße. Er hat es nie begreifen können, dass das Gedenken an den Volksaufstand nach so langer Zeit noch immer im ehemaligen  West-Berlin angesiedelt war. Darum forderte er hartnäckig die „Rückkehr des Gedenken an den Ursprungsort.“

MdB Roland Gewalt und Frank Henkel unterstützten den Protest vor Ort, hier am 9. Tag. Foto: LyrAg

MdB Roland Gewalt und Frank Henkel unterstützten den Protest vor Ort, hier am 9. Tag.
Foto: LyrAg

Am Sonntag, den 16. Juni ist es soweit. In Anwesenheit des Bundesfinanzministers Dr. Wolfgang Schäuble wird der Platz vor dem Ministerium in „Platz des Volksaufstandes von 1953“ umbenannt. Vor acht Jahren hatte der Rentner spontan einen Hungerstreik vor dem Ministerium begonnen, als die dort jahrelang platzierten Fototafeln „unter fadenscheiniger Begründung“ abgenommen wurden. Der Hungerstreik dauerte neun Tage. Schon am zweiten Tag forderte der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni „gleichsam als Ausgleich für die entfernte Erinnerung einen „Platz des 17. Juni 1953“.

Seither hielt er jahrelang mit seinen Freunden zur jährlichen Kranzniederlegung am dortigen Denkmal den Politikern ein Transparent entgegen, auf dem die Platzbenennung gefordert wurde.

2012 unterstützten Klaus Wowereit und Frank Henkel gemeinsam die Forderung. Foto: LyrAg

2012 unterstützten Klaus Wowereit (2.v.r.) und Frank Henkel (4.v.r.) gemeinsam die Forderung.
Foto: LyrAg

Im letzten Jahr stellten sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und  der Bürgermeister und Innensenator Frank Henkel (CDU) ostentativ vor das Transparent. Holzapfel empfand dies „als ein gutes Zeichen.“ Er sollte recht behalten. Acht Jahre nach seinem kräftezehrenden Hungerstreik und „vielen vielen Gesprächen und Briefen“ wird die Forderung zum  60.Jahrestag des Volksaufstandes umgesetzt. Auch die VOS und die UOKG hatten sich in den letzten Jahren hinter die Forderung der Vereinigung 17. Juni gestellt.

Holzapfel 2005 nach dem 9. Tag mit einem Schild: "Platz des 17. Juni 1953". Foto: LyrAg

Holzapfel 2005 nach dem 9. Tag mit einem Schild:
„Platz des 17. Juni 1953“.
Foto: LyrAg

Bisher vergebliche Forderung in Strausberg bei Berlin. Foto: LyrAg

Bisher vergebliche Forderung in Strausberg bei Berlin.
Foto: LyrAg

      

                           

Am 16. Juni wird das neue Straßenschild enthüllt: "Platz des Volksaufstandes von 1953". Foto: LyrAg

Am 16. Juni wird das neue Straßenschild enthüllt: „Platz des Volksaufstandes von 1953“. Foto: LyrAg

Siehe auch:

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/17–juni-der-mann–der-in-berlin-einen-platz-des-volksaufstandes-erkaempfte-,7169128,23323964.html

V.i.S.d.P.:Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953

Förderverein Begegnungs- und Gedenkstätte Hoheneck e.V.

Hohenecker Bote

             Nr.018                          Förderverein – Info                15. Juni 2013

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Stadt Stollberg kauft Hoheneck für 160.000 Euro

Stollberg/Erzgebirge, 15.06.2013/cw – Die große Kreisstadt Stollberg hat Anfang Juni mit äußerst knapper Mehrheit den Kauf des einstigen  DDR-Frauenzuchthauses Hoheneck für 160.000 Euro beschlossen. In trockenen Tüchern ist die Absicht des Stadtrates damit noch nicht. Denn der engagierte Oberbürgermeister Marcel Schmidt (FW) macht den Vollzug von einigen Vorgaben abhängig. So ist die Beteiligung des Freistaates Sachsen wie auch die des Bundes noch im Stadium von Absichtserklärungen. Der Bund hatte bereits vor geraumer Zeit eine fünfzigprozentige Beteiligung unter der Maßgabe der gleichwertigen  Finanzierung durch den Freistaat in  Aussicht gestellt. Die Stadt könne aber so ein Projekt nur schultern, wenn  der Staat sich entsprechend beteilige, so Marcel Schmidt, der darum auch eine Ausstiegsklausel mit dem bisherigen Besitzer vereinbart hat.

Für Bernd Freiberger, dem Noch-Burgherren, ginge mit dem Vollzug des Kaufes durch die Kommune ein wohl abenteuerliches Kapitel zu Ende. Der einst aus dem Saarland kommende Immobilienhändler hatte die ungeliebte Immobilie vom Freistaat vor fast zehn  Jahren für den Spottpreis von 5.000 Euro erhalten. Freiberger wollte u.a. einen sogen. „Erlebnisknast“ kreieren, wo sich Bürger – wohl nach amerikanischem Vorbild – zum Beispiel für ein Wochenende in Zellen hätten einmieten und durch entsprechende „Wärter“ drangsalieren hätten lassen können. Das Vorhaben scheiterte an der aufgekommenen Empörung der ehemaligen, aus politische Gründen gefangenen Frauen von  Hoheneck. Zwischendurch hatte Freiberger versucht, die Anlage für 16 Millionen Euro zu veräußern.

Nach dem Besuch des Bundespräsidenten Christin Wulff im Mai 2011 kam jedoch Bewegung in das bis dahin eher gestörte Verhältnis der Beteiligten. Bernd Freiberger beteiligte sich aktiv an der Entwicklung eines möglichen Konzeptes für die künftige Nutzung, ein erster Förderkreis wurde gegründet, um „vor Ort“ die Zukunft aktiv mitgestalten zu können. Nach diversen Irritationen gründete sich ein  Jahr später ein zweiter Förderverein. Erste Abrissarbeiten verlodderter Gebäude um die Anlage vermittelten zumindest den Eindruck von Bewegung. Nun  also der Verkauf für ein Prozent der ursprünglich avisierten Summe an die Stadt, die insgesamt mit Investitionen bis zu 6 Millionen Euro rechnet.

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Versinkt Frauenkreis in juristischer Auseinandersetzung?

Stollberg/Berlin, 15.06.2013/cw – An den Zukunftsplanungen für das einstige DDR-Frauenzuchthaus ist der Verein „Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen“ so gut wie nicht beteiligt. Ein Jahr nach dem Besuch des Bundespräsidenten war der Verein intern in Turbulenzen geraten, nachdem Vorwürfe der Manipulation von Vorstandswahlen erhoben  worden waren. Nachdem nach entsprechenden Beschwerden von Mitgliedern durch das zuständige Registergericht in Darmstadt zunächst vergeblich Neuwahlen angeordnet worden waren, geriet die im Mai 2012 neu gewählte Vorsitzende neben den angeführten Vorwürfen auch persönlich unter Druck. Diese soll in diversen Publikationen und Filmen, letztere werden auch als DVD vertrieben, zahlreiche Unwahrheiten über ihre Haft verbreitet haben. Eine satzungsgemäße Minderheit forderte daraufhin die auch in Gliederungen der SPD und im Vorstand der UOKG tätige Vorsitzende zum Rücktritt und zu Korrekturen ihrer verbreiteten „falschen Vita“ auf. Im  Ergebnis trat der gesamte Vorstand in einer anberaumten außerordentlichen Mitgliederversammlung zurück. Der neu gewählte Vorstand beantragte nach seiner Wahl die Auflösung des Vereins. Er amtierte also nur eine gute Stunde, da der Verein mit 17 Stimmen aufgelöst wurde, davon sieben Stimmen des neugewählten Vorstandes. Inzwischen haben empörte Mitglieder, ehemalige Frauen von Hoheneck, einen  Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt und sowohl die letzte Wahl wie den Auflösungsbeschluss angefochten.

Dem Registergericht lagen bis Redaktionsschluss keine Beschlüsse über die Neuwahlen und/oder den Auflösungsbeschluss seitens der Versammlungsleitung oder des kurzfristigen Vorstandes vor.                                                                                                                                                                                                      <<<>>>

War Gedenkstätte Hohenschönhausen über dubiose Aktenlage informiert? 

Berlin, 15.04.2013/cw – Auf der letzten Mitgliederversammlung des Frauenkreises löste die Leiterin des Zeitzeugenarchivs in der Berliner Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Mechthild G., Irritationen aus. In der Debatte um die Vorwürfe gegen  die einen Tag später zurückgetretene Vorsitzende Anita G. erklärte die einstige Direktorin der Gedenkstätte, sie kenne die Aktenlage in diesem Fall seit „zehn Jahren“. Die Vorwürfe fußten auf falschen  Interpretationen. Auf Nachfrage wollte sich die Mitarbeiterin  der Gedenkstätte jedoch nicht detailliert äußern. Anita G. konnte zu Fragen ebenfalls nicht Stellung nehmen, da sie sich für die Versammlung entschuldigt hatte.

Offen Fragen: VK-Prospekt in fraglicher DDR-Gerichtsakte von 1953 - Redaktion HB

Offene Fragen:
VK-Prospekt in fraglicher DDR-Gerichtsakte von 1953 – Redaktion HB

Die Redaktion hat aufgrund der Aussagen von Mechthild G. Einsicht in die in Hohenschönhausen offenbar vorhandenen Unterlagen zu Anita G. beantragt. Die Gedenkstätte hat diese Einsicht unter der Maßgabe eines Einverständnisses von  Anita G. zugesagt. Dieses selbstverständliche Einverständnis lag bis Redaktionsschluss noch nicht vor.

Wir hatten Anita G. den objektiven Abgleich mit den uns vorliegenden Unterlagen zugesagt, um mögliche Differenzen „klären zu können“. Dies erscheint dringend notwendig, da in den uns vorliegenden Akten auch ein vierseitiger Verkaufsprospekt in DIN 4 mit „flächendeckenden Abdrucken von NS-Abzeichen und Hakenkreuzen“ (Wimpel, Ständer, Abzeichen und Fähnchen) aufgefunden wurde. Wir wollten von Anita G. wissen, ob „und ggf. in welcher Form  auch Ihnen dieser Prospekt vorgehalten und/oder in Ihre Vernehmungen einbezogen wurde.“ Auch zu dieser Anfrage lag bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme vor.

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Hinweis: Die bisherigen  Ausgaben des Hohenecker Boten können unter www.17juni1953.de (>Förderverein und/oder > Hohenecker Bote) abgerufen oder direkt bei der Redaktion  gegen Kostenbeitrag bestellt werden. Die Vereinigung hat uns einstweilen Gastrecht bis zur Einrichtung einer eigenen Homepage auf ihrer Seite eingeräumt. Fotos/Dokumente dieser Ausgabe nur im Internet.

© 2013 Redaktion: Förderverein Begegnungs- und Gedenkstätte (BuG) Hoheneck e.V., verantwortlich: C.W. Holzapfel, Kaiserdamm 9, 14057 Berlin

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