Berlin, 12.04.2013/cw – In der neuesten Ausgabe des Hohenecker Boten, Erscheinungstermin  15.04.2013, befassen sich zwei Autoren mit neuesten Ergebnissen aus den Gerichtsakten der einstigen DDR:

Unter dem Titel: „Totgesagte leben länger – Ein „Toter“ von Bautzen lebt und wie die Aufarbeitungsindustrie reagiert“ berichtet der „Hohenecker Bote“ über den Umgang mit einer offenbaren Legende und deren unkritischer Vermarktung. Obwohl es bereits seit längerer Zeit ernstzunehmende Hinweise auf „Unrichtigkeiten“ in den Berichten einer Zeitzeugin gab, weigerten sich die für die Veröffentlichung Mitverantwortlichen, erforderliche Korrekturen vorzunehmen. Eine Begründung: Die Zeitzeugin habe seit Jahren immer das Selbe erzählt, damit sei der Wahrheitsgehalt belegt.

Angelika D.* (*Name geändert) hatte u.a. in diversen Auftritten und über Medien verbreitet, der seinerzeitige „Verlobte“ und Vater ihres Kindes sei in Bautzen gestorben; er sei noch in Bautzen eingeäschert und seine Urne an der Ostsee beigesetzt worden. Diese „schreckliche Nachricht“ sei ihr 1954 in  Hoheneck durch eine Mitgefangene übermittelt worden. Nun haben die Autoren eruiert, daß der „Tote von Bautzen“ vier Jahre nach dieser Mitteilung begnadigt und entlassen wurde. Er lebt heute im  Rheinland.

Auch der bisher medienwirksam verbreitete Aufenthalt der Delitz* in Wasserzellen (Leipzig und Hoheneck) sei nach dem Aktenstudium zumindest fragwürdig, schreiben die Autoren.

Weitere Beiträge:

 Neuwahlen: Jahrestreffen der ehemaligen Hoheneckerinnen Anfang Mai in Stollberg

 Lesung „Wo sind die Toten von  Hoheneck?“ mit Autorin  Ellen Thiemann am 4.Mai

VOS: Vera Lengsfeld strebt demokratische Wahlen im  Landesverband an

Strafbefehl für einstigen UOKG-Vize und Workutianer Lothar Scholz

Ab 15.04.2013 unter www.17juni1953.de

Hinweis: Die Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. hat uns einstweilen Gastrecht bis zur Einrichtung einer eigenen Homepage auf ihrer Seite eingeräumt.

Rückfragen: 030-30207785

 

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