Teheran/Berlin, 1.02.2013/cw – Mehrere Menschenrechtsorganisationen haben zu einer Spendenaktion für den iranischen Exil-Sender  INTV (Iranian National Televison), genannt Simaye-Azadi (Das Gesicht der Freiheit) aufgerufen. Die Sendungen des INTV werden vom Ausland via Satellit aber auch über das Internet (www.iranntv.com) seit Jahren ausgestrahlt und durchbricht so die von den iranische Mullahs errichtete Mauer der Zensur.

INTV berichtet aktuell über die Geschehnisse besonders im Iran und die zahlreiche dortige Bürgerinitiativen. Der auch mit Kulturprogrammen ausgestattete Sender stärkt nach eigenen Angaben die Menschenrechte und polemisiert scharf gegen die Todesstrafe und für deren Abschaffung. Damit will der Sender zu Bürgerprotesten ermutigen, sieht seine Aufgaben also durchaus politisch. Über drei Satelliten erreicht INTV mit seinen Sendungen  rund um die Uhr

Sowohl das Inland wie die drei Millionen Exilanten in Europa und den USA. Über zweihundert Fachkräfte, Laien und Journalisten, die für diesen Zweck ausschließlich freiwillig und ohne Entgelt arbeiten sowie ein breites Netz von „Bürgerjournalisten“ im Iran selbst sichern die Aufrechterhaltung dieser Leistung.

Störsender und Todesstrafe

Das iranische Regime reagiert mit zunehmender Nervosität gegen die frei Berichterstattung. Der Vizepräsident des  staatlich gelenkten Fernsehens im Iran räumte kürzlich ein, das INTV zu den meistgesehen Sendungen  im Iran gehöre, während das Staatsfernsehen nach diesen Erkenntnissen durchschnittlich nur zwei Minuten am Tag von den Iranern gesehen werde.

Die Mullahs reagieren mit dem Einsatz diverser Störsender und gehen  äußerst hart gegen die Besitzer von Satellitenschüsseln, mit denen INTV empfangen  werden kann, vor. Auch Unterstützer, die mit finanziellen Zuwendungen den Freiheitssender bedenken, werden gnadenlos verfolgt. So wurde beispielsweise Gholamreza Khosravi (47), Facharbeiter der Kupferwerke im  Iran und Vater wegen vermeintlicher Unterstützung des Senders festgenommen und schließlich zum  Tode verurteilt (Quelle: Urgent Action von Amnesty International 09. August 2012, UA-240/2012). Mindestens drei weiteren Opfern von Todesurteilen wurde allein im abgelaufenen Jahr vorgeworfen, den Sender mit Bildern und Nachrichten unterstütz zu haben.

Aufruf zu Spenden

Um die laufende Arbeit des Senders (Erstellungs-, Beschaffungs- und Werkkosten) zu sichern, hat neben besagten  Menschenrechtsorganisationen auch der Verein für Nothilfe e.V. (www.vfnothilfe.de) eine Spendenaktion initiiert:

Konto:12022601                                                                                                                                                                         BLZ:    500 100 60                                                                                                                                                       Postbank Frankfurt

Kennwort: Hilfsprojekt INTV

Für die Zusendung von erwünschten Spendenquittungen wird um die Angabe des Spendernamens wie der Anschrift gebeten. Die gen. Organisationen und der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) (www.ncr-iran.org) bitten dringend um die Unterstützung dieses humanitären und freiheitsorientierten Projektes. Auch symbolische Spenden sind herzlich willkommen und steuerlich absetzbar. „Das Projekt > Gesicht der Freiheit < kann nur lebendig bleiben und Erfolg haben, wenn Menschen in aller Welt die Unteilbarkeit der Freiheit und Menschenwürde erkennen und bereit sind, Initiativen zu deren Durchsetzung aktiv oder durch finanzielle Förderung zu unterstützen,“ sagt dazu Javad Dabiran, Exil-Iraner und einer der Sprecher von NRWI in Deutschland, gestern in Berlin.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785