Berlin, 19.12.2012/cw – Er war Jahrzehnte das Markenzeichen des Veteranen-verbandes vom 17. Juni 1953, führte den Verein bis zu seinem Tod vor genau zehn Jahren: Manfred Plöckinger. Heute wird die Vereinigung um 12:00 Uhr auf dem Friedhof Seestraße ihres einstigen Vormannes gedenken.

Erinnerung an einen unermüdliche Kämpfer für die deutsche Einheit

Erinnerung an einen unermüdliche Kämpfer für die deutsche Einheit

Dabei wollte Plöckinger unbedingt noch den 50. Jahrestag des Volksaufstandes erleben, nach dem Staatsakt auf dem Friedhof Seestraße das Amt an seinen Stellvertreter Holzapfel abgeben, mit dem er Jahrzehnte eng zusammengearbeitet hatte. Es war dem einstigen streikenden Bauarbeiter an der Stalinallee nicht vergönnt. Wenige Monate vor dem 60. Jahrestag wird sich der Vorstand seines einstigen Vorsitzenden erinnern.

Anzeige zur Beisetzung in  Berlin am 17. Juni 2005

Anzeige zur Beisetzung in Berlin am 17. Juni 2005

Sein Nachfolger erinnert sich: „Ich bereitete mich gegen  Mittag des 19. Dezember auf die Beisetzung meiner Stiefmutter vor, die einem schweren Krebsleiden erlegen war. Mein  Handy klingelte, am Telefon Carola Plöckinger. Instinktiv wußte ich: Manfred ist tot. Denn der schwer an Diabetes Erkrankte hatte bereits einige Tage im Koma in einem  Passauer Krankenhaus gelegen. Trotzdem war das für uns, für seine Kameraden ein  Schock, das Ende einer Ära.“

2005, am 17. Juni, wurde die Urne Plöckingers nach der Überführung aus  Bayern in Berlin beigesetzt. Der Berliner Senat hatte einstigen Teilnehmern am Volksaufstand die Möglichkeit eingeräumt, auf zwei eigens zur Verfügung gestellten  Ehrengräbern der Stadt Berlin beigesetzt zu werden.
Neben Plöckinger ruht bislang Günter Mentzel, ebenfalls einstiger Bauarbeiter an der Stalinallee. Mentzel wurde am 17. Juni 2007 beigesetzt.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Tel.: 030-30207785