Berlin/Paris/Washington, 30.09.2012/cw – Die größte iranische Opposition hat einen wichtigen  Sieg auf dem Weg zur Befreiung ihres von den diktatorischen Mullahs unterdrückten Landes errungen. Die Regierung der USA hat nach einem bereits vor längerer Zeit ergangenen Beschluss des Obersten  Gerichtes der USA die vormaligen Volksmudschaheddin (PMOI) und den NCRI von der Liste der Terrororganisationen gestrichen. Entsprechend zeigte sich die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Maryam Rajavi, sehr glücklich und zufrieden über die Entscheidung von US-Außenministerin Hillary Clinton. In  einer in Paris verbreiteten Erklärung äußerte Rajavi Verständnis für die „schwierige Entscheidung, die politischen Mut“ erfordert habe. Sie erinnerte daran, dass die Mullahs mehr als zehn Jahre lang alle Anstrengungen unternommen hätten, um „die Aufhebung der Ächtung“ der iranischen Opposition zu verhindern.

Maryam Rajavi sprach ihre „tiefempfundene Anerkennung und Dank“ an die amerikanischen  und europäischen Politiker und Parlamentarier aus, die mit „großem Einsatz dem iranischen Volk und dem Widerstand in diesem langen und schweren Kampf“ zur Seite gestanden hätten. Es gelte nun, sich weiterhin „gemeinsam für Freiheit und Demokratie im Iran einzusetzen und gegen Fundamentalismus und den Export des Terrors einzutreten.“

In einer gemeinsamen Erklärung haben führende Persönlichkeiten in Deutschland und Europa die Entscheidung der US-Regierung begrüßt. Darin stellen Günter Verheugen, ehem. Vizepräsident der EU, Horst Teltschik, ehem. Präsident der Sicherheitskonferenz in München, Gerhard Baum, ehem. Bundesinnenminister, Jürgen Chrobog, ehem. Deutscher Botschafter in den USA und Otto Bernhardt, Vorstandsmitglied der Adenauer-Stiftung fest:

Mit ihrem jetzigen Beschluss „korrigiert die amerikanische  Regierung endlich ihre falsche, politische Entscheidung aus den 90er Jahren und rehabilitiert die demokratische Opposition des Iran, die auch im Camp Ashraf ihre Zuflucht fand. Wir begrüßen diese längst überfällige Kurskorrektur der USA ausdrücklich.“ Damit würden die USA dem Irak jegliche  Legiti-mationsgrundlage für „sein blutiges Vorgehen gegen die iranischen Oppositionellen im Irak entziehen.“ Die Politiker erinnerten daran, daß „der Preis für die späte  Korrektur der amerikanischen Position“  allerdings sehr hoch „war und ist: 49 Menschen starben aufgrund der militärischen Übergriffe des Irak, 1.100 wurden verletzt, die Überlebenden aus ihrem einstmals blühendem Zufluchtsort Ashraf vertrieben.“ Diese würden heute unter unwürdigen Bedingungen darauf warten, „dass die westliche Staatengemeinschaft ihnen als politisch Verfolgte eine sichere Zuflucht bietet.“

Auch die Vereinigung 17. Juni in Berlin, die sich seit Jahren als „Partner der Freiheitskämpfer für einen freien Iran“ versteht und die Organisation  bereits bei diversen Aktionen und Hungerstreiks in Berlin  unterstützt und begleitet hat, zeigte sich erleichtert über „dieses wichtige Etappenziel auf dem Weg zur friedlichen Demokratie im  Iran.“ Gerade in Deutschland wäre den Iranern immer wieder das Verdikt der USA vorgehalten worden und hätte diesen die Initiativen für ihr Land wesentlich erschwert. Man hoffe mit den iranischen Schwestern und Brüdern auf eine baldige Freiheitsparty in Teheran, „auch wenn  der Weg dorthin noch sehr steinig ist.“

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785