Bremen/Berlin, 4.06.2012/cw – Der ehemalige Cottbus-Häftling und Autor Peter Fischer ist tot. Er verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit wenige Tage nach seinem 69. Geburtstag  am vergangenen Freitag, 1. Juni (*29.05.1943 Suhl – + 1.06.2012 Achim/Bremen). Fischer hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

Peter Fischer studierte in Halle und Berlin und geriet schon bald in das Visier der DDR-Staatssicherheit und wurde 1973 verurteilt. Er mußte fast zwei Jahre in der politische Haft, u.a. in Cottbus verbringen, ehe er 1975 von der damaligen  Bundesregierung freigekauft wurde. Nach seiner Übersieglung in den freien  Teil Deutschlands lebte er zunächst in West-Berlin und arbeitete dort als freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen.  In dieser Zeit veröffentlichte er auch sein erstes Buch unter dem Titel „Kirche und Christen in der DDR“, Verlag Gebr. Holzapfel/Neue Darmstädtische Verlagsanstalt, ISBN: 3-921226-06-9.

Nach seinem Umzug in die Hansestadt Hamburg war Fischer als Redakteur für Literatur, Theater und Zeitgeschichte tätig und veröffentlichte seinen ersten Roman unter dem Titel „Der Schein“ , Ludwigsfelder Verlagshaus, 3. Auflage 2007 ISBN: 978-3-933022-46-2 , erster Teil einer als Trilogie unter dem Generalthema „Eine Jugend im geteilten Deutschland“ angelegten Chronologie. Es folgte 2008 der Lyrikband „Ananke“ , Ludwigsfelder Verlagshaus, 2. Auflage 2008, ISBN:978-3-933022-52-3. Im gleichen Jahr wurde der Verstorbene  mit dem „Dulzinea-Lyrikpreis“ ausgezeichnet.

Noch im letzten Jahr, August 2011, hatte  Fischer den zweiten Band seiner Trilogie unter dem Titel „Der Schein“, Ludwigsfelder Verlagshaus, ISBN: 978-3-933022072-1 veröffentlicht.
Peter Fischer war mit der Schriftstellerin Kerstin Fischer verheiratet und war u.a. Mitglied im Deutschen Journalistenverband, Landesverband Niedersachsen, Angehöriger des Deutschen Schriftstellerverbandes (VS) und des Literaturhauses Bremen.

Die Verfolgten  und Opfer der zweiten Diktatur trauern um einen Weggefährten und stets mutigen  Vertreter ihrer Anliegen und der realen Historien-Darstellung um die Geschichte des einst geteilten Deutschland.

Beileidsadressen können an Familie Fischer, Mühlenfeldstrasse 38, 28832 Achim / bei Bremen gerichtet werden.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.,: 030-30207785 oder 0176-48061953