Förderverein Begegnungs- und Gedenkstätte Hoheneck e.V.

Hohenecker Bote

Nr.006                                        Förderverein – Info                   15. Mai 2012

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Glückwünsche aus Berlin

Berlin/Hoheneck, 12.Mai 2012/cw –  Die Aktivisten  drängeln, um  sich in die geplante Gedenkstätte im ehemaligen  DDR-Frauenzuchthaus einzubringen. Jetzt hat sich ein weiterer Förderverein konstituiert, der sich nun nach seiner Gründungsversammlung am 27. April durch die obligatorischen Formalien wie der Eintragung in das Vereinsregister müht.

Zum Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung den Stollberger Optiker Dietrich Hamann, zu seinem Stellvertreter den Vertrauten des Eigentümers der Anlage, Bernhard Freiberger, den Prokuristen Jens Franz. Tatjana Sterneberg, die den Optiker-Meister wegen seiner Verschreibung von Brillen an die seinerzeitigen Häftlinge auf der Burg eigens zum Bundespräsidentenbesuch eingeladen und ihn  damit für die Problematik einer Gedenkstätte interessiert hatte, beglückwünschte Hamann herzlich und übersandte ihm wie seinem Stellvertreter „herzliche Glück- und Segenswünsche“ für die bevorstehende Arbeit.

Gegenüber der „Freien Presse Stollberg“, die am 11.05. über die Neugründung berichtet hatte, betonte die Vorsitzende und Initiatorin des Fördervereins Begegnungs- und Gedenkstätte Hoheneck e.V. : „Wenn der neue Verein arbeitet und es kommt etwas dabei heraus, dann ist das prima und wir freuen uns. Wenn allerdings nichts vorangeht, dann  springen wir in die Bresche.“ (http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/Fuer-Schloss-Hoheneck-gibt-es-jetzt-zwei-Foerdervereine-artikel7985219.php)

FREIE PRESSE STOLLBERG – 11.05.2012

Allerdings bedauerte die ehemalige Hoheneckerin „den Aufwand einer Neugründung“, die für sie nicht nachvollziehbar sei, da es ohnehin fest geplant und mit der Stadt vereinbart gewesen sei, den Verein Anfang des Jahres „in Stollberger Hände“ zu übergeben. Die Vorsitzende des bereits im September letzten  Jahres gegründeten Vereins vermutet allerdings weniger „Stollberger Ranküne“ als die „handfeste Einmischung des Geschäftsführers der Stiftung Sächsische Gedenkstätten“. Dieser habe wohl das vorgelegte Tempo nicht akzeptiert und sehe sich mit der vom Verein Anfang Dezember vorgelegten Konzeption „wohl thematisch, wenn auch zu Unrecht, im Hintertreffen“. Denn der Verein habe seine Aktivitäten nie am grünen Tisch geplant, sondern von Beginn  an das Gespräch mit allen Beteiligten gesucht. Wenn  sich der Geschäftsführer dieser Beteiligung „von Beginn an vehement widersetzt“ habe, sei das äußerst bedauerlich, aber nicht die Verantwortung des Fördervereins: „Wir waren und wir sind für eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, daran hat sich nichts geändert,“ betonte der Vorstand in einer Erklärung zur jetzt bekannt gewordenen Neugründung. In diesem Sinne werde man die künftige Entwicklung aufmerksam beobachten ohne sich „einer wie immer gearteten Konfrontation auszuliefern.“

Nach nächtlicher Sitzung: Neuer Vorstand des Frauenkreises

Hoheneck/Stollberg/Zwönitz, 3.Mai 2012/cw – Nach einer bis in die Nacht andauernden Sitzung und heftigen Diskussionen hat die Mitgliederversammlung des Frauenkreises ehemaliger Hoheneckerinnen einen neuen Vorstand gewählt. Für Außenstehende überraschend wurde die bisherige Vorsitzende Inge Naumann (58) abgewählt. An  ihre Stelle trat die bisherige stellvertretende Vorsitzende Anita Goßler (79), die allerdings im Vorfeld eine erneute Kandidatur für den Vorstand ausgeschlossen hatte. Offenbar waren nicht wenige Mitglieder über diesen Sinneswandel „erstaunt“.

Noch während der diesjährigen Versammlung wurde darüber hinaus eine heftig diskutierte eMail bekannt, die inhaltlich, so der Vorwurf, auf „eine vorbereitete Manipulation der Wahlen“ hindeute. Gegenwärtig ist die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Gespräch, um die aufgetretenen Dissonanzen so schnell wie möglich auszuräumen.

Die „Querelen Hoheneck“ kommen aus Sicht von Beobachtern zur Unzeit, da sich vor Ort bereits ein zweiter Förderverein gegründet hat, um das Jahrzehnte währende Anliegen einer Gedenkstätte des Frauenkreises zu unterstützen. Bereits am Beginn des Treffens hatte das erstmalige Fernbleiben  des Bürgermeisters bei der obligatorischen Kranzniederlegung am Gedenkstein vor dem einstigen  Gefängnis Irritationen ausgelöst. OB Marcel Schmidt, stets ein engagierter Förderer der Anliegen der Hohenecker Frauen, hatte sich zwar wegen einer Bildungsveranstaltung entschuldigt, aber auch keinen Kranz der Stadt niederlegen  lassen.

Nr. 006 – 15.05.2012

Ausstellung „Der dunkle Ort“ jetzt in Frankfurt/Oder

Frankfurt/Oder, 7.05.2012/cw – Die von der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin geförderte Ausstellung „Der dunkle Ort“ über die Schicksale von 25 Frauen aus Hoheneck wird ab sofort bis zum 4. Juni in der Außenstelle der BStU in  Frankfurt/Oder während der Öffnungszeiten zu sehen sein. Tatjana Sterneberg, Vorsitzende des Fördervereins BuG Hoheneck e.V., hatte die Ausstellung in  Frankfurt empfohlen und Außenstellenleiter Rüdiger Sielaff hatte sofort dankbar zugegriffen und die Tafeln in  die Oderstadt geholt.

Die Ausstellung kann gegen Übernahme der Transportkosten von der Heinrich-Böll-Stiftung angefordert werden. Das gleichnamige Buch ist im Frühjahr diesen Jahres erschienen und kann über den be.ra-Verlag Berlin sowie jede Buchhandlung zum  Preis von 19,95 Euro bezogen werden.

Letzte Meldung:

Nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten hat die Vorsitzende des Fördervereins BuG Hoheneck e.V. letzte Woche den Geschäftsführer aufgefordert, von ihm verbreitete Darstellungen  und Unwahrheiten über den Verein  und einige Vorstandsmitglieder zu widerrufen und künftig zu unterlassen. Siegfried Reiprich hatte in Schreiben an die UOKG und andere Personen die nun kritisierten Äußerungen verbreitet.

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