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Hamburg/Berlin, 22.03.2012/cw –  Der Innenminister von Schleswig-Holstein, Klaus Schlie, (CDU) eröffnet am Samstag, 24. März um 15:00 Uhr in der Aula (Eingangshalle)  der Krankenpflegeschule des Krankenhauses Reinbek (St. Adolf-Stift) eine Ausstellung, in der an Michael Gartenschläger erinnert wird:

Michael Gartenschläger – Leben und Sterben zwischen Deutschland und Deutschland“.

Gartenschläger,  am13. Januar 1944  in Strausberg geürtig, war am 30.April 1976 bei dem erneuten Versuch, eine Selbstschussanlage an der DDR-Grenze zu demontieren, bei Leisterförde, Kreis Schwerin, von einem Einsatzkommando der Staatssicherheit erschossen worden. Eine zuvor erfolgreich demontierte Selbstschussanlage ist seither im Mauermuseum „Haus am Checkpoint Charlie“ in Berlin zu sehen.

Die Stadtverwaltung des Geburtsortes Strausberg lehnt es trotz verschiedener Bemühungen nach wie vor ab, eine Straße nach dem Grenz-Aktivisten zu benennen. Ebenso wurde bisher der Vorschlag abgelehnt, die nach wie vor existierende, nach dem Mauerschützen Peter Göring benannte Straße in der ehemaligen  Garnisonsstadt der NVA in Gartenschläger-Straße umzubenennen.

Das Ausstellungsprogramm:

Begrüßung und Einführung
Lothar Obst, Kaufmännischer Direktor des Krankenhauses Reinbek

Ausstellungseröffnung
Klaus Schlie, Innenminister des Landes Schleswig-Holstein

Grußwort
Marita Pagels-Heineking, Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes

Berichte von Zeitzeugen
Dieter Schmidt (vormals deutscher Zoll), Lothar Vogt (vormals Bundesgrenzschutz)

Authentisches Filmmaterial
von Dieter Schmidt, Büchen

Besichtigung der Ausstellung bis 28. Mai 2012 in der Eingangshalle.

Anfahrt: Hamburger Straße 41, 21465 Reinbek

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-46081953

Forschungsarbeit I:

Zwangsarbeit für VEB Holzverarbeitung Burg im Zuchthaus Brandenburg

Berlin, 22.03.2012/cw – Wir suchen dringend im Rahmen von Forschungsarbeiten ehemalige politische Häftlinge aus dem Zuchthaus Brandenburg, die im Strafvollzug für den VEB Holzverarbeitung Burg arbeiten mussten. Von besonderem Interesse sind die Zeiträume und Angaben, welche Möbel dort gefertigt wurden. Auch in Cottbus und Naumburg sollen Möbel oder Möbelzubehör gefertigt worden sein.

Forschungsarbeit II:

Landebahnen für den Flughafen Schönefeld – Einsatz von Häftlingen

Berlin, 22.03.2012/cw – Im Sommer diesen Jahres soll der neue Flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“ in Berlin-Schönefeld eröffnet werden. Zur Zeit prüfen wir einen Antrag auf die Anbringung einer Erinnerungstafel, die an den Einsatz von möglicherweise politischen Häftlingen zur Herstellung der Landebahnen erinnern soll.

 Wir bitten dringend um Kontaktaufnahme: VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V., Frau Sterneberg oder Herrn Holzapfel, Tel.: 030-30207778 oder verein17juni1953@aol.com .

V.i.S.d.P.: VEREINIGUNG (AK) 17.JUNI 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 oder
0176-48061953

Berlin, 20.02.2012/cw – Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS), der älteste Verband der Kommunismus-Opfer nach 1945, kommt offenbar nicht aus seiner Krise. Nachdem im letzten Herbst der bisherige VOS-Vize Ronald Lässig wegen ungeklärter Vorwürfe seine Funktionen als Pressesprecher und stv. Bundesvorsitzender niedergelegt hatte, gerät nun ein weiteres Vorstandsmitglied in den Fokus der Kritik. Frieder Weiße, als Beisitzer Vorstandsmitglied und vor wenigen  Tagen als Bezirksvorsitzender Berlin-Brandenburg im Amt bestätigt, muß sich heftiger Vorwürfe erwehren, die zum Teil bereits auf der Mitgliederversammlung angesprochen wurden (wir berichteten). Jetzt sind diese Vorwürfe in einem Internet-Forum erweitert und präzisiert worden. Unter Stasi-Opfer-Info und der Rubrik:

Hier spricht die außerparlamentarische Opposition der VOS“ und dem LINK http://www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/viewtopic.php?t=1747&postdays=0&postorder=asc&start=360

veröffentlicht ein Blogger „Reiniger“ brisant wirkende Zitate aus Veröffentlichungen des VOS-Funktionärs, die dringend einer Stellungnahme durch den Bundesvorstand, aber auch durch den mit den Vorwürfen konfrontierten Frieder Weiße bedürfen.

Wir haben uns entschlossen, den Text auszugsweise, d.h. in den wesentlichen Passagen aus dem gen. Forum zu übernehmen. Den vollständigen Text bitten wir der angegebenen Seite (LINK) zu entnehmen.  Selbstverständlich werden wir eine Stellungnahme der VOS und/oder von Frieder Weiße, falls uns diese zugehen, ebenfalls veröffentlichen.

„ …
FOLTER ist das Zauberwort!

Im allgemeinen sprechen die Kameraden/innen nicht von physischer, sondern von psychologischer Folter. Von DROGEN-FOLTER durch das MfS habe ich bisher aus dem Kameradenkreis noch nie etwas gehört, aber mein Wissen über den Katalog der Foltermethoden in der „DDR“ muß nicht der Weisheit letzter Schluß sein.

In einem unveröffentlichten Manuskript aus dem Jahr 1998,  PHOENIX, Selbsthilfeverein von Folterbetroffenen e.V., Phychische Folter beim MfS und Erfahrungsbericht von Frieder WEISSE, Berlin 1998-2005, verfaßt von Frieder WEISSE, … 88 Seiten, beschreibt er dezidiert Foltermethoden durch Drogen, denen er glaubt, beim MfS ausgesetzt gewesen zu sein.

Der Inhalt dieser unveröffentlichten Darstellung befaßt sich pseudowissenschaftlich ca. zu 2/3 mit der Folter einschließlich der Folter mit Drogen im Allgemeinen. … Dieses unveröffentlichte Manuskript stammt aus dem Jahr 1998.

1994 war das hier auszugsweise eingestellte Buch „Historisch-Theologische Studien zum 19. und 20. Jahrhundert“, Band 3, Dietmar Linke u.a. „Theologiestudenten der Humboldt-Universität, Zwischen Hörsaal und Anklagebank“, S. 264 ff., 1994, Heidelberg, erschienen, in welchem die Aussage von dem Verratsopfer O.SCHÜTZE in Verbindung mit Frieder Weisse nachzulesen ist…

Ob es sich bei dem Manuskript aus 1998, PHOENIX, Selbsthilfeverein von Folterbetroffenen e.V., … um den Versuch einer Rechtfertigung bzw. einer Ablenkung von Frieder WEISSE für den Verrat an O. SCHÜTZE u.a. handelt, kann ebenso wenig ausgeschlossen werden, wie die Annahme, daß Frieder WEISSE, so wie von ihm beschrieben, gefoltert worden ist.

In dem Manuskript des Frieder WEISSE von 1998 finden sich klare Zeitangaben zu der beschriebenen DROGEN-FOLTER beim MfS. Diese liegen mehr als ein Jahr später (!), als die Verratsangaben, denen zufolge z.B. O. SCHÜTZE verhaftet worden ist.

Zitate aus dem Manuskript:

In der Einleitung Seite 4 (heißt es):
„ …. während sieben Wochen im Herbst 1970 in der Untersuchungshaftanstalt (UHA) Hohenschönhausen durch Vertreter des MfS gefoltert worden zu sein…“

„…. Nach meiner Verurteilung zu 15 Jahren Haft war ich noch ca. 1 Jahr in der UHA Hohenschönhausen inhaftiert…… hierbei kam es nach meiner Ansicht zu phychischen Mißhandlungen. Insbesondere wurden dabei Psychopharmaka oder andere Drogen, Hypnose und Geräusche auf meiner Zelle angewendet.“

Seite 23:
„ ….erstmals am 3. September 1970 abends auf meiner Zelle meldete sich eine „Stimme“ die vorgab, mein Vernehmer zu sein…..“

Seite 47
„…. Für die Folter, der ich im Herbst 1970 unterworfen wurde kann ich ein genaues Datum für den Beginn und das Ende nennen.“
„Der Beginn war am 3. September 1970……“
„Das Ende kann ich mit 20. Oktober 1970 angeben…..“

Seite 75
„….Wenn ich nach meiner Haftentlassung gefragt wurde, ob ich während der Haft gefoltert worden sei, so habe ich dies mit einem klaren „NEIN“ beantwortet. Natürlich hatte ich die Erlebnisse vom September und Oktober 1970 und die anschließende Psychose als „Hölle“ in Erinnerung, aber Folter konnte das nach meiner Vorstellung nicht gewesen sein, weil einerseits die Erpressung von Aussagen dabei eine ausgesprochen marginale Rolle hatte. Andererseits war keine der bekannten Methoden physischer Folter bei mir angewendet worden.“

Zusammenfassung:

So gruselig sich die Drogen-Foltervorwürfe von Frieder WEISSE lesen, sie können auch nicht ansatzweise als Entlastung zu den in der Veröffentlichung „Historisch-Theologische Studien zum 19. und 20. Jahrhundert“ …  nachzulesenden Verratsvorwürfen herangezogen werden!

Die Zeitfenster VERRAT und DROGEN-FOLTER passen nicht zusammen!  Die Verratsvorwürfe des Opfers O. SCHÜTZE sind aus dem Frühjahr 1969. Die Verurteilung von O. SCHÜTZE war im Dezember 1969!

Die beschriebene Folter beim MfS des Frieda WEISSE mit dem „marginalen Anteil der Erpressung von Aussagen unter Drogen“ fand nach seinen Angaben 1970, also mehr als ein Jahr später statt!
…“

 V.i.S.d.P.: Einleitung (kursiv): C.W. Holzapfel – Für den übernommenen Text „-„: Hier spricht die außerparlamentarische Opposition der VOSbzw. der angeführte Blogger, LINK siehe oben.

Berlin, 17.01.2012/cw – Nur noch 24 Stunden trennen uns von der totalen Beglückung der Republik. Mit einer seltenen, weil überwältigenden Mehrheit wird Joachim Gauck zum „Präsidenten der Herzen“ erkoren. Nur die abwesende Monarchie bewahrt uns davor, Böllerschüsse und Feuerwerk aus diesem Anlass jubelnd ertragen zu müssen.

In das Schloss an der Spree wird nun ein Mann  einziehen, der vordergründig nur bei „ein, zwei Figuren“ (aus seiner Schul- und Studienzeit – und bei wenigen anderen) auf Kritik stieß. Die mediale Mehrheit und Wirklichkeit hat ihn hingegen längst zu ihrer Ikone, zu ihrem Heiligen erkoren. Ob uns Joachim Gauck deswegen leid tun  soll, wissen wir nicht so recht. Denn der einstige Pfarrer steht, obwohl Protestant, den Heiligkeiten ja zumindest nahe und ist schon jetzt, wie man allseits bemerken konnte, einer gewissen Verehrung nicht abhold.

So wird der strahlende Überpräsident sich alsbald auch bemühen, seiner offensichtlichen Alibi-Gegenkandidatin Beate Klarsfeld – in unserer Republik muss alles demokratisch aussehen, auch wenn  das  nicht immer alles demokratisch abläuft –  das so lange ersehnte Bundesverdienstkreuz zu verleihen. Das verhilft der Wahl-Pariserin  beschleunigt dazu, sich alsbald mit dem Sieger vom 18. März zu versöhnen und ihren Frieden mit Deutschland zu machen. Ohnehin ist das ursprüngliche Vaterland ja mehr damit beschäftigt, verdiente Diktatur-Chargen einschließlich ihrer bewährten Schwert-Führer sozial zu versorgen und sich der banalen Mitläufer, die in vorgefertigte Schubfächer passen, zu entledigen, als sich dem Lieblingsthema der verhinderten Präsidentin zu widmen.

Bleiben wird also ein Bundesverdienstkreuz in besonders ausgewählter Stufe für eine Heldin, die mutig einen Bundeskanzler ob dessen Mitgliedschaft in der NSdAP geohrfeigt hat und ein Heiliger, der diese beispielhafte Heldentat mit den höchsten Weihen der Republik versieht.

Ob einem einstigen Opfer der DDR-Staatssicherheit vergleichbare Ehren zuteil werden, wenn er/sie einen  Präsidenten ohrfeigt, weil dieser Präsident einstige Stasi-Peiniger in die Unrechts-Unterlagen-Behörde erfolgreich integriert hat, bleibt abzuwarten.

Zunächst wird diese Ohrfeige, falls sie denn jemals erfolgt, sicherlich geklarsfeld, also mit allen medialen Buhrufen (voran BILD) bedacht und strafrechtlich verfolgt werden, die dieser Republik und der von ihr getragenen Politik zu Verfügung stehen. Aber heute wissen wir, dass auf eine derartige Aktion eines Tages die höchste Anerkennung folgen  kann. Und sei es nur aus dem Grund, sich möglichst nach allen Seiten zu verbiegen…

Das Glück der Republik klarsfeldet sich in Berlin an diesem 18. März. Allerdings ein  Datum, das wir einstens in ehrenvollerer Erinnerung hatten. Aber das war … wann?

Es lebe die Republik. Es lebe der Präsident.

V.i.S.d.P.: C.W. Holzapfel, Berlin, Tel.:030-30207785 oder 0176-48061953

Redaktioneller Hinweis: Dies war, wie angekündigt, der garantiert letzte Artikel zum Thema  „Joachim Gauck“, der ab dem 18. März anno 2012 der Präsident der Bundesrepublik Deutschland ist.

Stollberg, 16.03.2012/cw – Erstmals wird das ehemalige Frauengefängnis Hoheneck in Stollberg/Erzgebirge im Entwurf zur Novellierung des Sächsischen Gedenkstättenstiftungsgesetzes als künftige Gedenkstätte benannt. In den Räumen der Landespressekonferenz in Dresden wird das Gesetz heute um 12:00 Uhr von vier Fraktionen des Landtages vorgestellt.

Prof. Dr. Günther Schneider (CDU), Nico Tippelt (FDP), Dr. Eva-Maria-Stange (SPD) und Dr. Karl-Heiz Gerstenberg (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) werden gemeinsam die Vorstellungen ihrer Parteien zu dem Entwurf auf einer Pressekonferenz erläutern.

In einer ersten Stellungnahme begrüßt der Förderverein Begegnungs- und Gedenkstätte Hoheneck die Ankündigung. Tatjana Sterneberg, Vorsitzende und ehemalige Hoheneckerin:

„Wir sind glücklich über diesen ersten Schritt zur Realisierung eines wichtigen Vorhabens sowohl für das Land Sachsen als auch für Deutschland. Hoheneck war das einzige ausschließliche Frauenzuchthaus der DDR. Das Schicksal der nahezu 10.000 Frauen, die dort aus politischen Gründen inhaftiert waren, ist bisher kaum wahrnehmbar gewürdigt und in einen Kontext zur Geschichte der DDR-Diktatur gestellt worden.“ Der Förderverein sehe nun „einen ersten Erfolg der bisherigen gemeinsamen Bemühungen, die mit dem Besuch des Bundespräsidenten im vergangenen Jahr verstärkt in Gang gekommen waren,“ sagte Sterneberg.

Die in der Freien Presse wiedergegebene Skepsis des Geschäftsführers der Sächsischen  Gedenkstätten, Siegfried Reiprich, hinsichtlich einer „nicht automatisierten Finanzierung“ durch das neue Gesetz sieht der Förderverein eher als beruflichen Realismus, im „überbordender Euphorie“ zu begegnen. Auch Siegfried Reiprich sei von der Notwendigkeit einer Gedenkstättenkonzeption und deren letztendlichen Umsetzung überzeugt und werde, so Sterneberg,  sicherlich „seine Erfahrungen  und Überzeugungen konstruktiv einbringen“.

Siehe auch: http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/Hoheneck-kann-auf-Foerderung-als-Gedenkstaette-hoffen-artikel7934096.php

V.i.S.d.P.: Förderverein BuG Hoheneck e.V., Tel.: 030-30207778 oder 0176-51113680

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