Berlin, 13.02.2012/cw – Die zahlreichen Zuschauer hatten sich vergeblich auf der engen Treppe vor dem Saal 500 im  Kriminalgericht Moabit gedrängt. Kurz vor dem angesetzten Termin um 9:30 Uhr wurde den Wartenden mitgeteilt, der Beginn verzögere sich, ein  Beginn  sei nicht abzusehen. Kurz nach 10:00 Uhr dann die Information: Der Termin sei aufgehoben und auf den kommenden Montag, 20.01., 9:30 Uhr, im gleichen Saal 500, vertagt worden. Ob die bereits festgelegten  fünf Folgetermine (27.02., 01.03. und 05.03.) beibehalten werden, war derzeit nicht zu erfahren.

Ursache der Terminverschiebung war eine kurzfristige Entscheidung des Kammergerichtes, das die Trennung der Verfahren gegen die beiden Beschuldigten aufgehoben und ein gemeinsames Verfahren angeordnet hatte. Während gegen den Hauptbeschuldigten Ali Eren T. wegen schwerwiegender Strafvorwürfe vor dem Kriminalgericht verhandelt werden sollte, war gegen seinen Komplicen ein Verfahren vor dem Amtsgericht angeordnet worden. Die Staatsanwaltschaft setzte sich nun mit ihrer Auffassung durch, beide Verfahren vor einem  Gericht zu verhandeln.

Während die Politik sich bisher im Fall des Kaiserdamm-Mordes an Giuseppe Marcone auffallend zurückhielt (wir berichteten), waren die Medien zahlreich vertreten und nutzten die Termin-Aufhebung zu Interviews vor dem Saal 500 mit der ebenfalls erschienenen Familie des Opfers vom 17.September 2010.

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