Berlin/Zürich, 15.12.2011/cw – Der ehemalige EU- Vizepräsident Günter Verheugen (SPD) hat sich in  einem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung (Nr.293 vom 15.12.2011) deutlich gegen „eine angekündigte humanitäre Katastrophe“ im irakischen Camp Ashraf ausgesprochen und für ein Bündnis der EU und den USA pädiert. Der Irak müsse sein „Ultimatum für die Schließung von Camp Ashraf“ aufgeben, was allerdings „nach Lage der Dinge nur die amerikanische Regierung bewirken“ könne, die immerhin seinerzeit deren Flüchtlingsstatus festgestellt habe. Nun läge die „politische Verantwortung für Camp Ashraf in den Händen der USA“, stellt Verheugen fest. „Versuche der Vereinten  Nationen und der Europäische Union, die irakische Regierung von ihrem Ultimatum (das Camp bis zum Jahresende aufzugeben bzw. zu räumen; Anmerkung) abzubringen, um  Zeit für eine humanitäre Lösung zu gewinnen“, seien bisher ergebnislos.

Hier den vollständigen Artikel lesen:

http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/dossiers/usa_dossier/usa_praesident_obama/die_vergessenen_von_camp_ashraf__treibgut_der_weltpolitik_1.13652692.html

Die Deutschland-Vertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWI) hat sich heute ebenfalls mit einem Hilferuf an die Weltöffentlichkeit gewandt (www.ncr-iran.org  und NWRI.Berlin.1@gmail.com).

Allein 66 US-Abgeordnete aus beiden Parteien hätten sich in einem Protestbrief an Präsident Obama gewandt und diesen aufgefordert, bei dem in den USA weilenden irakischen Premier Nuri Al-Maliki entsprechend für die Bewohner von Ashraf zu intervenieren und das Ultimatum gegen das Camp aufzuheben. Der NWI fürchtet zum Jahresende eine Katastrophe, die es mit allen politische Mitteln zu verhindern gelte.

Siehe auch: http://www.youtube.com/watch?v=W27SaFscP4A&noredirect=1

Neben Bundestagsabgeordneten aus allen Parteien, Europa-Parlamentariern, dem Europa-Rat und zahlreichen nationalen Institutionen in Europa hatte sich auch die Verfolgten-Organisation der zweiten deutschen Diktatur, die Vereinigung 17. Juni 1953, seit Jahren für eine humanitäre Sicherung der Einwohner von Ashraf ausgesprochen und u.a. an den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung wie den deutschen Außenminister appelliert, sich entsprechend für die Exil-Iraner zu verwenden. Die in Berlin ansässige Vereinigung warnt ebenfalls vor den „unabsehbaren  Folgen“ einer wohlmöglichen weiteren Tragödie im Irak, die „diesmal vorher erkennbar ist und der darum auch rechtzeitig durch entschiedenes Handeln auch der deutsche Regierung“ begegnet werden könne. Niemand solle „hinterher sein Entsetzen bekunden und erklären, er habe davon nichts gewusst,“ erklärte der Verein heute.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953