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Berlin, 20.11.2011/cw – Gut vertreten waren die Mitgliedsverbände des Dachverbandes der SED-Diktatur-Opfer auf der diesjährigen  Herbstversammlung der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) in Berlin (19.-20.11.2011). Wegen der aktuellen Umbauarbeiten in  der Gedenkstätte der ehemaligen  Zentralen Stasi-Untersuchungs-Haftanstalt Hohenschönhausen tagte die Versammlung in den Räumen der Stiftung Aufarbeitung  in der zentral gelegenen Kronenstraße in Berlin Mitte.

Die Geschäftsführerin Dr. Anne Kaminsky begrüßte die Teilnehmer herzlich und stellte fest, dass die Räume der Stiftung „Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung stehen,“ was mit großem Beifall goutiert wurde.

Die am Samstag durchgeführten  Neuwahlen zum Vorstand brachten folgende Ergebnisse:

Im Amt bestätigt wurde der bisherige Vorsitzende und Religionspädagoge Rainer Wagner (60) aus Rheinland-Pfalz bei drei Gegenstimmen. Wagner hatte keinen Gegenkandidaten. Spannender wurde es bei der Wahl der Stellvertreter, die in getrennten Wahlgängen ermittelt wurden. Glatt im ersten Wahlgang und damit zum  ersten Stellvertreter gewählt wurde Rechtsanwalt Roland Lange (70) vom Verein „Freiheit e.V.“ in Erfurt. Lange zieht derzeit von Erfurt nach Potsdam um und steht damit der UOKG künftig ebenso aus nächster Nähe zur Verfügung wie der zum zweiten Stellvertreter gewählte und damit im  diesem Amt bestätigte Dipl.Ing. Ernst O. Schönemann (70).

Siegmar Faust trat nicht mehr an

Zu Beisitzern (erweiterter Vorstand) wurden gewählt: Personalfachkaufmann Rainer F. Schneider (57), Vorstand „Freiheit e.V.“ Erfurt (neu); MBA/IBC Marketing Michael M. Schulz (61), Hamburg (neu);  Anita Gossler (78), Vorstand „Frauenkreis der ehem. Hoheneckerinnen e.V.“ (wiedergewählt) und Buchautorin Katrin Behr (44), „OvZ-DDR e.V. – Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen“ (neu). Ausgeschieden aus dem bisherigen Vorstand bzw. nicht wiedergewählt wurden: Siegmar Faust (trat nicht mehr an), Dr. Richard Buchner, Lothar Scholz.

Teilnehmer äußerten sich überwiegend zufrieden bis hocherfreut über das Wahlergebnis. Ein Gründungsmitglied fasste diese Stimmung kurz und präzise zusammen: „Nicht neu, aber runderneuert.“

Niedersachsen Vorreiter

Vor den Wahlen referierte Klaus Engemann, Referatsleiter im Innenministerium Niedersachsens und Büro des Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Landesaufnahmebehörde mit Grenzdurchgangslager Friedland zum Thema „Die Angebote des niedersächsischen Innenministerium zur Beratung und Unterstützung politisch Verfolgter“. Engemann wies auch darauf hin, das Niedersachsen bisher das einzige westliche Bundesland sei, welches eine eigene Anlaufstelle für die Opfer der SED-Diktatur geschaffen habe.

Am Samstag wurden frühere Vorstände mit der neu geschaffenen „Goldenen Ehrennadel“ der UOKG ausgezeichnet, so Gerhard Finn, Horst Schüler, Dr. Klaus Zöllig und Lothar Scholz.

V.i.S.d.P.: Carl-Wolfgang Holzapfel, Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48063806

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