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Berlin, 3./26.01.2011/cw – Heute erhielten wir die bestürzende Nachricht: Unser Hajo ist tot. Wie seine Familie heute dem Vorstand der Vereinigung 17. Juni mitteilte, ist Hans-Joachim Rückert bereits am 3.Januar im Alter von 83 Jahren verstorben. Am 29.Januar hätte er das 84. Lebensjahr vollendet.

Rückert am Gedenkstein der 1953 erschossenen Russen in Berlin-Zehlendorf

Rückert war ein Urgestein, geradlinig, wahrhaftig, direkt, humorvoll. Der Jäger aus der Schorfheide, darauf war der passionierte Jäger besonders stolz, war gelernter Friseur-Meister, hatte ein Geschäft in Steglitz, dann in  Schöneberg. Im Ruhestand frisierte er im  Keller seines Hause in Rudow treue Kunden, die sich nur ihm und seiner Frau Irma anvertrauen wollten.

Aber Rückert hatte noch ein anderes Leben. Das war von Mut und Zivilcourage gekennzeichnet. Bereits 1951 wurde er von einem DDR-Gericht in Potsdam verurteilt, saß ein  Jahr in  Haft. Erst im letzten Jahr erhielt er seine Haftentschädigung, wurde die sogen. Opferrente genehmigt. Rückert war bescheiden. Er hatte einfach nicht gewusst, das ihm Entschädigungen für erlittenes Unrecht zustanden.

Am 17. Juni 1953 hatte er großes Glück. Er war von  Stralau nach Berlin marschiert, hatte in Berlin gegen die Diktatur demonstriert. Zurück in  Stralau entging er einer erneuten Verhaftung, weil der zuständige Volkspolizist bestätigte, dass Rückert Stralau nicht verlassen hatte.

Momper, Wowereit, Bulmahn, Holzapfel, Pahlow, Rückert, Herbig (verstorben) und Buley auf der Gedenkveranstaltung zum 17. Juni auf dem Friedhof Seestraße (von links nach rechts)

Seit seiner Flucht in den fünfziger Jahren gehörte er der Vereinigung 17. Juni an, war dort stellvertretender Vorsitzender, Beisitzer und Kassenprüfer. Vor wenigen Jahren, 2008, war er das letzte Mal auf unseren Gedenkfeiern vertreten, die Kräfte verließen den einst starken Mann.

Hajo Rückert, Carola Plöckinger, C.W. Holzapfel zum 50. Jahrestag im Deutschen Bundestag (von rechts nach links)

Wir trauern um einen treuen und steten Kameraden. Wir sind in diesen schweren Stunden bei seiner Frau Irma, die nach über sechzig Jahren Ehe nun die letzte Wegstrecke ohne ihren geliebten Hajo gehen muss. Wir trauern mit seinen  Kindern um einen liebenswerten  Menschen.

Hans-Joachim Rückert wird am 14. Februar auf dem Ev. Waldfriedhof Kleinmachnow im dortigen Familiengrab beigesetzt (Steinweg 1 b, 14532 Kleinmachnow, 13:30 Uhr).

Wir erbitten  von  den Kameraden, die nicht an der Beisetzung teilnehmen können,  eine Kranz-Spende auf unser bekanntes Vereinskonto.

Carl-Wolfgang Holzapfel

V.i.S.d.P.: Vorstand Vereinigung (AK) 17.Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.,: 030-30207785

Fotos: © 2010 LyrAg / Vereinig. 17. Juni

Berlin, 21.01.2011/cw – Vor 25 Jahren erschien ein Buch, in dem prophetisch der bevorstehende Untergang des Kommunismus skizziert wurde: „Der rote Stern verglüht“ (Wirtschaftsverlag Langen-Müller/Herbig, 1986). Der vor zwei Jahren in München verstorbene Autor Werner Obst, einst Wirtschaftsfachmann im Büro des DDR-Ministerpräsidenten Willi Stoph, hatte nach seiner spektakulären Flucht in den achtziger Jahren anhand kausaler Wirtschaftsdaten den bevorstehenden Zusammenbruch des bisherigen kommunistischen Systems beschrieben. Doch erst nach dem Fall der Mauer erhielt Obst die gewünschte Aufmerksamkeit, sozusagen posthum.

Im Bundestag verglühte kein roter Stern, denn außer ein paar wenigen  Linkssektierern glaubt Niemand mehr in Deutschland an dessen Glanz. Auch wenn Gesine Lötzsch sich in den vergangenen Wochen abmühte, um zu polieren, wo es nichts zu polieren gab. Deutlich wurde das in der aktuellen Stunde am Freitag im Deutschen  Parlament, wo die Ansichten in ungewohnter neuer Härte aufeinander prallten.

Weder DIE LINKE als Partei noch Gesine Lötzsch in  Person nutzten die Gelegenheit, die Gunst der Stunde zu ergreifen und die für die Partei fatale Debatte durch einen mutigen Schritt nach vorn zu beenden: Die (mögliche) rote Sternstunde wurde verpasst.

Statt mutig vor das Plenum zu treten und ihre Äußerungen in  einem Aufsatz für die linksextreme Postille jungeWelt für falsch und überholt zu erklären, statt sich bei den zahlreich auf der Besuchertribüne anwesenden Opfern der DDR-SED-Diktatur unzweideutig für die Verfolgung in der einstigen DDR zu entschuldigen, statt sich eindeutig von den linksextremen Prügel-Faschisten zu distanzieren und das Zusammenschlagen ehemaliger SED-DDR-Opfer am Rande einer LINKs-Veranstaltung in der URANIA zu verurteilen, zog es Lötzsch vor, gar nicht erst zu  der Debatte „Lötzsch und der Kommunismus“ zu erscheinen.

Sie überließ den Part dem nach links konvertierten einstigen führenden Baden-Württembergischen Sozialdemokraten Ulrich Maurer. Und der machte alles noch schlimmer.

In schmerzlichem Weimarer Reichstags-Duktus der einstigen KPD feierte und lobte er den Kommunismus als befreiende und menschenbeglückende Idee, an der der Kapitalismus zerbrechen werde. Und der Kommunist Maurer zitierte zur Unterstreichung seiner abstrusen und historisch längst widerlegten Thesen (Glänzend der Auftritt des sonst oft dröge wirkenden Wolfgang Thierse für die SPD-Fraktion mit unzweideutiger Distanzierung und dem zu recht größten Beifall von CDU/CSU, FDP und SPD!) sogar die Bibel, nicht ohne zugleich das Christentum unglaublicher Verbrechen zu bezichtigen, die er wohl als Begründung für die „behaupteten“ auch-Verbrechen  des Kommunismus anführte.

Das sicherlich auch andeutungsweise aufscheinende Wahlkampfgetöse spiegelte sich in den meisten der Beiträge der demokratischen Fraktionen wider, konnte aber dennoch nicht den Ernst der Debatte um den Kommunismus entscheidend schmälern. Ob die nicht von allen Rednern geforderte (weitere) Überwachung der linken Partei durch den Verfassungschutz die richtige Antwort ein Tag nach der ARD-Ausstrahlung „Die Akte Gysi“ mit ihren  Hinweisen auf die erfolgreiche Arbeit der Stasi war, mag man bezweifeln. Nicht bezweifelt werden kann die Ausrichtung der LINKs-Partei auf eine kommunistische Zielsetzung, auch wenn es Mandatsträger und Mitglieder geben mag, die sich diesem Weg (bisher allenfalls unter vier Augen) verweigern. Zumindest ist bislang öffentlich von dieser Verweigerungshaltung nichts zu bemerken. Und solange müssen sich auch diese Genossen die Suche nach dem Weg zum Kommunismus anrechnen lassen. So wie eine SPD sich trotz eindrucksvoller Bekenntnisse (z.B. Thierse) die Kollaboration mit dieser LINKEn in  Berlin, Brandenburg und NRW anrechnen lassen muss. Auch in dieser Hinsicht wurde eine rote Sternstunde verpasst.

Warum die Union so sparsam mit ihrer eindeutigen (und erfolgreichen!) Haltung gegenüber jeglicher Allianz mit den Rechts-Extremisten umgeht, diese  nicht jeden Tag der SPD als „unzweideutige demokratische Praxis“ vorhält, bleibt rätselhaft und ist hoffentlich nicht eine Folge der auch bei der Union nachweisbaren Bewegung nach links (von der Mitte).

Ein Novum gibt es auch zu vermelden: Als ein  Debatten-Redner die Demonstration der auf der Tribüne anwesenden SED-DDR-Opfer gegen den Kommunismus vor der URANIA würdigte, wandten sich die meisten anwesenden Abgeordneten diesen zu und spendeten nachhaltigen Applaus. Eine eindrucksvolle Geste.

Carl-Wolfgang Holzapfel

 

V.i.S.d.P.: C.W.Holzapfel (c) 2011, Berlin, Tel.: 030-30207785 – holzapfellyrag@aol.com

Berlin, 21.01.2011/ts – Nach der Ausstrahlung der Sendung „Die Akte Gysi“ am 20.01.2011, 23:30 Uhr, in der ARD hat sich die Vereinigung 17. Juni in einem Brief an den Präsidenten des Deutschen  Bundestages gewandt und dringend Konsequenzen durch das Parlament angemahnt.

In dem Schreiben an Prof. Dr. Lammert (CDU) führt der Vorstand aus, der Deutsche Bundestag solle „unabhängig einer rechtlichen  Würdigung auf eine erneute eingehende Prüfung hinwirken, ob und inwieweit Herr Dr. Gregor Gysi unter Verletzung seiner Anwaltspflichten und der ihr innewohnenden Schweigepflicht für das einstige Ministerium für Staatssicherheit der ehem. DDR Verpflichtungen eingegangen ist oder auch – evtl. im vorauseilenden Gehorsam – dem MfS Berichte unter Verletzung seiner Pflichten zum Schaden der ihm anvertrauten Mandanten geliefert hat.“

Es sei seitens der SED-DDR-Opfer inakzeptabel, dass für diese z.B. im Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (§ 16 Abs. 2 StrRehaG) Ausschließungsgründe im Falle einer Verpflichtung für das MfS der ehem. DDR festgelegt worden seien, während „Täter, also Handlanger der Diktatur, die nachweisbar gegen Grundsätze der Menschlichkeit oder der Rechtsstaatlichkeit verstoßen haben, nicht nur strafrechtlich ohne Verfolgung (Verjährung) bleiben, sondern auch als Mitglieder des Deutschen Bundestages ein besonderes Ansehen als Vertreter des Deutschen Volkes genießen dürfen“, heißt es in dem Schreiben. Darüber hinaus sei „die Mitwirkung solcher Personen an der Gesetzgebung unseres demokratischen  Staates nicht hinnehmbar.“

Die Vereinigung weist darauf hin, dass „der Deutsche Bundestag bereits in einer früheren Legislaturperiode eine Tätigkeit des Abgeordneten Dr. Gysi für das einstige MfS festgestellt hat, ohne dass dies wegen bisher fehlender gesetzlicher Regelungen zu Konsequenzen geführt hat“ und fordert abschließend Prof. Lammert auf:

„Herr Präsident, walten Sie Ihres Amtes und bekümmern Sie sich dringlich um eine entsprechende gesetzliche Regelung.“ Der Vereinsvorstand hat den Bundestagspräsidenten gebeten, das Schreiben dem Präsidium und den Fraktionen zur Kenntnis zu geben.

 

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Tatjana Sterneberg, Berlin, Tel.: 030-30207778

 

 

 

Berlin, 18.01.2011/cw – Anne Will lächelte spöttisch in die Kamera, als sie in ihrer Sendung den Kommunismus hinterfragen wollte. „Ein Gespenst geht um!“ wollte sie wohl signalisieren. Flankiert wurde sie von einem dialektisch auf der Höhe argumentierenden Oskar Lafontaine, dem es mühelos gelang, die grinsenden Signale aufzunehmen und stereotyp Fragen  nach dem verbrecherischen Hintergrund des Kommunismus aus dem Weg zu gehen. Eine blonde Regisseurin, die großen Wert darauf legte, ihre Kenntnisse über den Kommunismus durch ihre DDR-Biografie erworben zu haben, stellte die DDR als Kuschelkiste der Träumer von einem besseren Morgen und die heutige Bundesrepublik als ein marodes, dem Untergang geweihtes Gebilde dar. In die selbe Kerbe hieb ein Professor, der sich bei einem sicherlich guten Gehalt über die Armut in unserem Staat auslassen durfte. Überhaupt wäre es auch für die Zuschauer interessant gewesen, wie denn diese Vorzeige-Linken im Alltag leben. Wahrscheinlich nach dem Motto: Links reden und rechts leben, denn nicht nur Oskar ist als Feinschmecker und Bewohner einer Toskana-Stil-Villa bekannt. Auch der zitierten Regisseurin sagen Medien Bekanntheit in einschlägigen  Feinschmecker-Lokalitäten nach.

Nicht, das man neidisch wäre. Aber unseren Staat permanent auf die Stufe einer verarmten ehemaligen  sowjetischen Teilrepublik herunterzureden und das herrschende Elend zu bejammern und selbst in den Sphären der oberen Zehntausend zu flanieren, das erinnert doch an die in der Tat irritierenden Wahlkampf-Slogans der LINKEn: „Reichtum für alle“ und „Reichtum besteuern!“

Insoweit haben solche katastrophalen Sendungen  ja auch ihr Gutes: Man merkt die Absicht (der absoluten Volksverdummung) und ist verstimmt. Wer aber denkt, Anne Will ist eine nett anzusehende Frau und hat doch mit ihrem unwissenden Lächeln zu den Verbrechen des Kommunismus zwanzig Jahre nach dessen Zusammenbruch Recht, kann sich gründlich via Blick in das Internet eines Besseren belehren lassen: Unter dem LINK

http://www.artikel20.com/index.php?option=com_content&view=article&id=72&Itemid=131

kann Mann/Frau einige sehr interessante Informationen über die politische und gesellschaftliche Creme unserer (neuen) deutschen demokratischen Republik  abrufen. Da sind nicht nur ehemalige KBW-Mitglieder (Kommunistischer Bund Westdeutschland) aufzufinden, wie z.B. Joscha Schmierer oder Ralf Fücks, seines Zeichens Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, ehemaliger grüner Bremer Umweltsenator einer von ihm initiierten Ampelkoalition (SPD/FDP/GRÜNE); oder Willfried Maier oder ihre ehemaligen Sponti-Widersacher Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit. Auch weitere ehemalige Mitglieder des KBW bzw. seiner Nebenorganisationen wie Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen; (ehemals Kommunistische Hochschulgruppe/KHG und KBW Heidelberg) oder Franz Dick, Psychologe; (KBW Göttingen), die später ihre politische Heimat im Realo-Flügel der GRÜNEN fanden, sind auf der informativen Liste zu finden.

Ulla Schmidt, einstige SPD-Ministerin, kandidierte danach noch 1976 für den KBW; Krista Sager, ehemalige Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion; (SSG und KBW Hamburg), stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, ehemalige Senatorin und stellvertretende Bürgermeisterin in Hamburg werden ebenso gelistet wie weitere Glanzlichter unserer Demokratischen Republik.

Hat sich da Jemand über die „Integration“  von Alt-Nazis in der ehemaligen  Bundesrepublik Deutschland (1949 – 1990) beklagt? Ach ja, mit diesen dankenswerten Klagen melden sich ja die Wächter unserer (neuen) Freiheit. Sie haben offensichtlich nur einen  Fehler: Sie sind auf dem linken Auge blind. Wäre nicht schlecht, wenn unsere Augenärzte sich in einer Augen-auf-Partei zusammenfinden könnten, um dieser Krankheit den Kampf anzusagen. Aber das ist natürlich ebenso eine Illusion wie die immer erfolgreicher verbreitete Mär vom Kommunismus, dessen Verbrechen nur so nebenbei passiert sind, abseits der wirklichen und hehren Ziele.

Weimar lässt (in grausiger Erinnerung an die braunen und roten Totengräber der ersten deutschen Republik) grüßen. Da kann es nur ein schwacher Trost sein, dass sich gegen kleine Rechts-außen-Parteien Hunderte oder Tausende LINKS-Kämpfer formieren, während sich gegen Zusammenkünfte LINKEr K-Gruppen auf der Suche nach neuen Wegen zum Kommunismus gerade einmal 50 versprengte Gegner neuerlich zu erwartender Verbrechen formieren und in bester Kampfmanier der frühen dreißiger Jahre von linken Extremisten ausgesucht zusammengeschlagen werden.

Eigentlich weht ein frühlingshafter Hauch mitten im Januar anno 2011 durch unser Land. Aber mich friert, als zögen eiskalte Winde aus Sibirien heran.

* Verantwortlich für alle Namen und Hinweise auf deren kommunistische Vita ausschließlich die Betreiber der unter vorbezeichnetem LINK bezeichneten Seite, ansonsten:

V.i.S.d.P.: Carl-Wolfgang Holzapfel, Berlin, Tel.: 030-30207785

Von Rosine Göttsch

Berlin, 16.01.2011/rg – Vor fünfzig Jahren wurde die DDR gezwungen, den Antifaschistischen Schutzwall zu errichten. Agenten des Großkapitals hatten – leider – erfolgreich zahlreiche Bürger des ersten Arbeiter- und Bauernstaates durch Versprechungen in das kapitalistische – angebliche- Paradies gelockt. Mit dieser feindlichen Abwerbung von Arbeitskräften erhofften sich die Feinde des Sozialismus eine dauerhafte Schädigung der Diktatur des Proletariats. Obwohl nicht Sinn und Zweck des Kommunismus wurde die DDR so gezwungen, das Territorium gegen feindliche Elemente zu sichern und am 13. August 1961 den Neo-Nazis in Westdeutschland und der Frontstadt Westberlin die sprichwörtlich rote Karte zu zeigen.

Noch im Sommer hatte der Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik und Erste Sekretär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Genosse Walter Ulbricht, überzeugt erklärt. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Kein Wunder, dass auch diese dem wahren Sozialismus verpflichtete Äußerung, die einzig das Glück der Menschen zum Inhalt  hatte, von den Bonner Ultras zur grundlosen Hetze gegen die DDR verformt wurde und sicherlich zum 50. Jahrestag der Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls erneut missbraucht werden wird, den Kommunismus zu diskreditieren.

Es wird endlich Zeit, seitens der demokratischen  Sozialisten für den wahren Kommunismus eine Lanze zu brechen und mit den Diffamierungen der DDR aufzuräumen. Die DDR war die ersehnte Antwort auf den Terror der Hitler-Diktatur und konnte so, 32 Jahre nach der glorreichen Oktober-Revolution im zaristischen  Russland, den Kommunismus zumindest in einem Teil der Heimat von Karl Marx verwirklichen. Es war folgerichtig und unumgänglich, durch die Errichtung der Diktatur des Proletariats die arbeitende Bevölkerung in die Lage zu versetzen, den Gang der Dinge selbst zu bestimmen und Feinde der Befreiung des Menschen zu eliminieren. Wie menschlich der Kommunismus dabei vorging, kann man an der nachweisbaren Tatsache sehen, dass aus humanitären Gründen nur wenige Feinde des Sozialismus tatsächlich zum Tode verurteilt wurden. Dies war zum Schutz der sozialistischen Errungenschaften unumgänglich. Dagegen wurden die meisten der aufgegriffenen Saboteure der Diktatur des Proletariats  human nur zu Zuchthausstrafen verurteilt, die – gemessen in der Höhe der Strafzumessung –  durch das sozialistische Recht deutlich variiert wurden.

Die Gleichberechtigung der Frau durch die permanente Einbindung in den Produktionsprozess, die gezielte Erziehung der Kleinstkinder schon in Krippen und Kindergärten zu sozialistischen Idealisten, die Ausrichtung der Schulen zu einer gleichgerichteten sozialistischen Willensbildung im Sinne der Diktatur des Proletariats und schließlich die Abschaffung der im Kapitalismus üblichen  und als Instrument des Klassenfeindes missbrauchte Arbeitslosigkeit durch die Schaffung staatlich finanzierter Betätigungsfelder abseits der arbeiterfeindlichen Ausrichtung auf Profit im Kapitalismus waren ein heute kaum noch bestrittener Fortschritt in der Verwirklichung humaner Prinzipien der DDR auf dem Weg zur Verwirklichung des Kommunismus.

Natürlich wurden auf diesem Weg auch Fehler gemacht, wer wollte das bestreiten. So war z.B. die Benennung des unerlässlichen „Schildes und Schwertes der Partei“ gegen die Feinde des Sozialismus als „Ministerium für Staatssicherheit“ , kurz MfS, ein missverständliches Namens-Konstrukt. Klarer wäre die Definition als Ministerium zur „Sicherung des Sozialismus“ gewesen, dabei hätte man das signifikante Kürzel MfS nicht einmal zu verändern brauchen oder lediglich durch ein zweites „S“ (MfSS)  ergänzen können.

Denn tatsächlich erfüllten die Genossen im MfS die vornehmste Pflicht eines jeden Kommunisten, nämlich den Aufbau des Kommunismus  gegen deren Feinde konsequent zu schützen. Dabei ging das MfS entgegen der Verleumdungen ihrer Feinde im täglichen  Kampf gegen die Provokateure und Agenten von Innen und Außen mehr als einfühlsam vor. So wurden diese nicht einfach brutal verhaftet. In mühsamer Kleinarbeit wurden Telefon- und Post-Überwachungen durchgeführt sowie technisch aufwändig Wanzen installiert und informelle Mitarbeiter geworben. Damit sollte verhindert werden, durch ungerechtfertigte und nicht beweisbare Anschuldigungen möglicherweise ungerechte Verfolgungen  auszulösen. Verdächtige wurden sogar in MfS-eigenen Untersuchungs-Haftanstalten untergebracht, um sie vor einer Gleichsetzung mit gewöhnlichen Kriminellen zu bewahren (die es trotz aller Anstrengungen nicht zuletzt aufgrund der Wühlarbeit der Feinde des Sozialismus leider, wenn auch nin geringem Maß, auch noch in der DDR gab). Das die Feinde jedweder kommunistischen Befreiung bis in die heutigen Tage versuchen, durch die Anhäufung von Lügen und Verdrehungen diese insgesamt als human zu bezeichnende Bekämpfung der Feinde des Sozialismus zum Beispiel in der sogen. Gedenkstätte Hohenschönhausen ins Gegenteil zu verdrehen, um eine nachträgliche Begründung für den heillosen Kommunisten-Hass zu liefern, ist widerwärtig und abscheulich.

Im Jahr 50 der Errichtung des Antifaschistische Schutzwalles muss auch auf eine besonders infame Lügen-Konstellation der Anti-Kommunisten eingegangen werden: Die angeblichen „Opfer der Mauer.“ Wer hat denn diese Opfer provoziert? Die sozialistische DDR, die konsequent ihre Bürger vor dem sie gefährdenden Schritt in die leeren Versprechungen des Kapitalismus bewahren musste und zumeist bewahrt hat? Oder jene angeblichen  Freiheits-Ritter (Westberliner Frontstadt-Agenten und Menschenhändler), die mit Unterstützung des Monopol-Kapitals und des von Alt-Nazis infiltrierten Geheimdienstes sowie einer stramm antikommunistisch ausgerichteten Springer-Presse permanent Abwerbungen provozierte, um die DDR ernstlich zu schwächen? Das es dabei auch zu tödlichen Vorfällen im Bereich der antifaschistischen Grenzanlagen kam, hat niemand so bedauert, wie die Regierung der Diktatur des Proletariats, die, wie bereits eingangs erwähnt, zu diesen Maßnahmen gezwungen worden war. Dabei soll die kaltblütig geplante und hinterrücks durchgeführte Ermordung von jungen Soldaten der Nationalen – sozialistischen – Volksarmee durch Agenten und Schleuser der Frontstadt Westberlin hier nur erwähnt aber nicht kommentiert werden, weil der Kommunismus im Gegensatz zum Faschismus und Kapitalismus auf das endliche, schon auf Erden zu erreichende Paradies für die arbeitende Bevölkerung ausgerichtet ist.

Im Jahr 50 sind wir stolz darauf, mit einer eigenen Partei nach wie vor die Verwirklichung der Ziele der einstigen, durch kapitalistische und neonazistische Ranküne vorübergehend „besiegten“ DDR verfolgen zu können. Wir haben nur eine Schlacht verloren. Wir müssen tapfer und mutig bleiben auf den Wegen zum Kommunismus und wir können diese nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie weiter ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung. Der erste Schritt dahin: Schluss mit der Diffamierung der DDR! Schluss mit der Verächtlichmachung und Kriminalisierung des Kommunismus!

V.d.i.S.P.: Rosine Göttsch, Bautzen –  Anfragen c/o Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Tel.: 030-30207785

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