VOS-Vorstand verbreitete falsche Nachrichten

Finanzamt für Körperschaften stellt Mitteilung im Verbandsorgan richtig

Berlin, 25.03.2010/cw – „Der Bundesvorstand meldet: VOS-Buchführung ist weiter in Ordnung – Gemeinnützigkeit bleibt erhalten. Das Finanzamt für Körperschaften Berlin hat mit Datum vom 10.02.2010 die Gemeinnützigkeit der VOS ohne Auflagen bis zum 31.12.2012 bescheinigt. Zugrunde lagen die G+V-Rechnungen der Jahre 2006 – 2008.“ So stand es in der Freiheitsglocke, Ausgabe Februar 2010, Seite 3, dem Verbandsorgan der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS). Unterzeichnet war die Erklärung vom (einzigen) stellvertretenden Bundesvorsitzenden Hugo Diederich.

Das so zitierte Finanzamt teilt nun mit Schreiben vom 18.03.2010 mit, „dass entgegen der Veröffentlichung in der Verbandsausgabe der „Freiheitsglocke“ keine Gemeinnützigkeit auf der Grundlage von Jahresabschlüssen 2006 – 2008 bis zum Jahr 2012 bescheinigt wurde“. Und weiter: „Es erfolgte lediglich eine Bescheinigung zur Vorlage bei Kreditinstituten zur Freistellung von Kapitalerträgen“.

Innerhalb von nur zwei Tagen wurde dem amtierenden Vorstand erneut durch eine staatliche Institution eine schallende Ohrfeige für verbreitete offensichtliche Lügen erteilt. Noch am vergangenen Mittwoch hatte eben dieser stv. Bundesvorsitzende die Kritiker dieser Falschmeldung als „Lügner“ und „Diffamierer des Vorstandes zum Schaden des Vereins“ bezeichnet. Zur Stützung seiner Behauptung schwenkte er den vom Finanzamt nun zitierten Freistellungsbescheid und rief den so getäuschten Vereinsmitgliedern zu: „Damit sind die Lügner entlarvt, hier ist der Beweis (für die Richtigkeit der FG-Meldung)“.

Carl-Wolfgang Holzapfel, bis Ende Juli 2009 selbst stv. Bundesvorsitzender der VOS, fordert nach dieser „neuerlichen skandalösen Fehlleistung“  des amtierenden Rumpf-Vorstandes eine Erneuerung des Vereins „an Kopf und Gliedern“. Es könne nicht angehen, dass hier hemmungslos Falschmeldungen verbreitet, Vereinsmitglieder bewusst getäuscht und Wahlen nach dem Lenin´schen Prinzip „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ vorbei an Satzung und Vereinsrecht organisiert werden. Hier stelle sich für alle 2.200 Mitglieder die Frage nach dem Vertrauen in eine solche Führung. „Sollte der Vorstand nicht bereit sein, die logische Konsequenz zu ziehen und zurückzutreten, müsse die Generalversammlung Anfang April einen Neuanfang wagen und den Vorstand komplett austauschen“, sagte Holzapfel. Ihn erfülle der vorsorgliche Hinweis des Finanzamtes mit  großer Sorge, nachdem dieses „einem Verein nachträglich die Steuerbegünstigung wegen fehlender Gemeinnützigkeit“ entziehen könne, falls der Verein die „Zuwendungen nicht zu gemeinnützigen Zwecken“ verwendet. In diesem Falle „müssen der Verein und dessen Vorstände als Gesamtschuldner haften“.

Das einstige Vorstandsmitglied sieht durch das Verhalten des Vorstandes nunmehr „die Zukunft des größten und ältesten DDR-Opfer-Verbandes gefährdet, wenn nicht durch einen radikalen Wechsel des Führungs- und Geschäftsführungspersonals die Fortführung des Vereins auch nach seinem sechzigsten Geburtstag nachhaltig gesichert wird“. Seine begründete Kritik könne auch nicht durch die Verbreitung von Interna aus seiner Scheidung verhindert werden, was man bereits seit drei Monaten aus Kreisen des Vorstandes versuche: „Ich bin nicht käuflich und nicht erpressbar, weder durch Details aus einem Rosenkrieg, der nur ihn und seine Frau etwas angehe, noch durch unsubstanzierte Geldforderungen über 12.000 € durch ein vorgebliches Vorstandsmitglied“, so Holzapfel.

V.i.S.d.P.: Carl-Wolfgang Holzapfel, Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953